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Gerätemanagement und Fernzugriffsplattform für Agrarroboter

95 Prozent geringerer Herbizideinsatz

Das norwegische Unternehmen Kilter hat einen autonomen Agrarroboter entwickelt, mit dessen Hilfe Landwirte den Herbizideinsatz um bis zu 95 Prozent reduzieren können. Das intelligente System scannt das Feld mit Hilfe von Kameras, die am Roboter angebracht sind, und klassifiziert die Pflanzen anschließend mit maschinellen Lernalgorithmen als Nutzpflanzen oder Unkraut. Für das Geräte-Management kommt eine Softwarelösung von Qbee zum Einsatz.

Das norwegische Unternehmen Kilter hat einen autonomen Agrarroboter entwickelt, mit dessen Hilfe Landwirte den Herbizideinsatz um bis zu 95 Prozent reduzieren können. (Bild: Kilter AS)

Das norwegische Unternehmen Kilter hat einen autonomen Agrarroboter entwickelt, mit dessen Hilfe Landwirte den Herbizideinsatz um bis zu 95 Prozent reduzieren können. (Bild: Kilter AS)

Der Agrarroboter AX-1 von Kilter setzt ein Netz von Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsdüsen ein, die das Unkraut besprühen können und gleichzeitig verhindern, dass Herbizide die Pflanzen oder den Boden erreichen, auf denen sich kein Unkraut befindet. „Am einfachsten ist es, sich das Gerät als einen großformatigen Tintenstrahldrucker mit mehreren parallelen Druckköpfen vorzustellen“, erklärt der leitende Softwarearchitekt bei Kilter, Jarle Dørum.

Algorithmus zur Bildklassifizierung

Die Sprüheinheit erhält auf der Grundlage der Ergebnisse des Bildklassifizierungsalgorithmus Informationen darüber, wann und wo Herbizidtropfen gesprüht bzw. gedruckt werden sollen. All das funktioniert, während sich der Roboter per GPS autonom über das Feld bewegt. Die Präzision dieses in Eigenregie entwickelten Düsensystems beträgt selbst bei höheren Geschwindigkeiten bis zu 6mm und stellt sicher, dass nur das Unkraut seinen Anteil an Chemikalien erhält.

Der AX-1 Roboter im Einsatz auf einem Feld. (Bild: Kilter AS)

Der AX-1 Roboter im Einsatz auf einem Feld. (Bild: Kilter AS)

Vorteile autonomer intelligenter Landwirtschaftsroboter

Dabei handelt es sich um einen Durchbruch bei der Vermeidung des unnötigen Einsatzes von Herbiziden. Denn diese neue Methode ist wesentlich umweltverträglicher und schont sowohl die Flora und Fauna als auch das Wasserökosystem vor übermäßigem Herbizideinsatz. Gleichzeitig können die Landwirte einen hohen Ernteertrag erzielen und Ausgaben für Herbizide sowie für manuelle Arbeit sparen. Und der Endverbraucher kann letztlich geerntete Produkte verzehren, die keinen direkten Kontakt mit Herbiziden hatten.

Ein weiterer interessanter Aspekt des intelligenten Landwirtschaftsroboters von Kilter ist sein Gewicht. Im Gegensatz zu einem traktorbasierten System wiegt der Roboter nur etwa 300kg einschließlich der Herbizidladung. Dadurch wird der Boden weniger stark verdichtet, was zu besseren Wachstumsbedingungen beiträgt und den Roboter zudem mobiler macht. Inzwischen sind mehrere Einheiten in Deutschland und Norwegen im Einsatz, viele weitere Länder sollen folgen.

Gerätemanagement und Fernzugriffsplattform für Agrarroboter
Bild: Kilter AS


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