Anzeige
Anzeige

Greiftechnik als Schnittstelle zum Produkt

Auf dem Weg zum autonomen Warenlager

Massiv beeinflusst durch die zunehmende Digitalisierung erlebt die Automatisierungstechnik derzeit einen grundlegenden Wandel. Das gilt sowohl für Online-Bestellungen als auch für den Versand der Waren sowie für die nötige Handhabungstechnik. Auf dem Weg zum autonomen Warenlager übernehmen Greifsysteme als Schnittstelle zum Produkt eine Schlüsselposition.

Schmalz stellt mit dem Greifer für druckluftfreie Vakuumerzeugung eine Entwicklung vor, die sich für den Einsatz in autonomen Warenlagern eignet. (Bild: J. Schmalz GmbH)

Schmalz stellt mit dem Greifer für druckluftfreie
Vakuumerzeugung eine Entwicklung vor, die sich für den Einsatz in autonomen Warenlagern eignet. (Bild: J. Schmalz GmbH)

Funktionieren Greifsysteme nicht zuverlässig, gerät der Automatisierungsprozess im Warenlager schnell ins Stocken. Treiber für immer modernere Automatisierungssysteme sind nicht nur neue technologische Möglichkeiten, sondern vor allem die Kunden: Sie fordern individualisierte Produkte, die in der gewünschten Menge schnellstmöglich am richtigen Ort zur Verfügung stehen. Unternehmen stellen sich darauf ein, indem sie ihre Fabriken vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 zunehmend vernetzen, intelligenter gestalten, auf Effizienz trimmen und so flexibel wie möglich ausrichten.

Im autonomen Warenlager kommissioniert ein Roboter die Ware selbstständig, mit integrierter elektrischer Vakuumerzeugung sowie Datenaustausch per Funk. (Bild: J. Schmalz GmbH)

Im autonomen Warenlager kommissioniert ein Roboter die Ware selbstständig, mit integrierter elektrischer Vakuumerzeugung sowie Datenaustausch per Funk. (Bild: J. Schmalz GmbH)

Autonomes Warenlager

Waren in der Vergangenheit der Aufbau eines Lagers und die angekoppelten Prozesse meist solide planbar, sind Unternehmen heute gezwungen, sich auf wechselnde Bedingungen einzustellen. Denn die Warenstruktur verändert sich ständig, häufig gleicht keine Bestellung der anderen. Das gilt im Übrigen für das B2B- wie für das B2C-Geschäft gleichermaßen. Für den B2C-Bereich beispielsweise veröffentlichte der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland für das Jahr 2015 eindrückliche Daten: Der Umsatz mit Waren im Onlinehandel betrug rund 46,9Mrd.Û – ein Wachstum von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Spitzenreiter bei den Warengruppen war das Segment Bekleidung, gefolgt von Elektronikartikeln und Telekommunikation sowie Büchern bzw. E-Books. Online-Händler wie Amazon oder Zalando sind also gefordert, ihre Lager flexibel zu gestalten, um eine hohe Lieferflexibilität und -genauigkeit zu erreichen. Die Vision: ein autonomes, selbstdenkendes und selbsthandelndes Warenlager.

Auswirkung auf die Greiftechnik

Was bedeutet eine solche Vision für die Automatisierungs- und insbesondere die Greiftechnik? „Die Anforderungen an die Greiftechnik steigen enorm“, sagt Walter Dunkmann, Leiter Geschäftsfeld Vakuum-Automation bei Schmalz. Das Unternehmen beschäftigt sich seit Jahren damit, welchen Beitrag die Greiftechnik zu intelligenteren, effizienteren und flexibleren Produktionsprozessen leisten kann. Dazu gehört u.a. ein Vakuum- und Druckschalter, der wichtige Prozessdaten via Near Field Communication direkt auf das Smartphone oder das Tablet des Anwenders schickt. Für die Vision eines autonomen Warenlagers arbeitet Schmalz an verschiedenen Lösungen und kooperiert dabei eng mit Forschungseinrichtungen, Kunden und anderen Marktpartnern. „Herkömmliche Greifsysteme sind in der Regel auf eine definierte Handhabungsaufgabe eingegrenzt, sowohl vom Greifmittel her als auch durch die Steuerungs- und Regelungstechnik. Zudem lassen sie sich nur beschränkt auf geänderte Anforderungen anpassen“, so Dunkmann. „Roboter in einem autonomen Warenlager müssen aber nicht nur mobil sein, sondern auch mit den sich ständig wechselnden Bedingungen klarkommen: Sie müssen beispielsweise in der Lage sein, stückgenau verschiedene Waren zu greifen – Bücher genauso wie Schuhkartons oder Elektronikartikel. Gleichzeitig braucht es Systeme, die Intelligenz mitbringen, Daten liefern, dazu lernen und die Arbeit gemeinsam mit den Menschen vor Ort erledigen – möglicherweise bis hin zur Mensch-Roboter-Kooperation.“ Schmalz bietet deshalb bereits heute mehrere Lösungen, mit denen sich solche Automatisierungsprozesse verbessern lassen – von der einzelnen Komponente wie Vakuumerzeugern oder -schaltern bis zum kompletten Greifsystem. Dabei integriert das Unternehmen verschiedenste Funktionen: Intelligente Vakuumerzeuger beispielsweise sind mit einer Energie- und Prozesskontrolle ausgestattet. Damit lassen sich u.a. Energieverbräuche laufend kontrollieren und verbessern.

Auf dem Weg zum autonomen Warenlager
Bild: J. Schmalz GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die schlanken Schwenk/Drehmodule von Jung gibt es jetzt auch mit Drehdurchführungen zur Anbindung von Pneumatik- und Vakuumsauggreifern. Mit den hoch dynamischen Endlosdrehachsen vom Typ ForTorque FT01 stellte das Unternehmen vor etwa fünf Jahren eine Baureihe von rotativen Aktuatoren vor, die sich zum Schwenken, Drehen, Schrauben und Takten in der Handhabungstechnik eignen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die flexiblen Greifer der mGrip-Serie von SoftRobotics eignet sich vor allem für das schonende Greifen von verpackten Produkten, wie Lebensmitteln oder Medizinprodukten. ‣ weiterlesen

Anzeige

Aufgrund jüngster technologischer Fortschritte sind Roboter in der Lage, viele der Aufgaben zu erledigen, die traditionellerweise ausschließlich mit der menschlichen Hand in Verbindung gebracht werden. Einige der aktuellsten Entwicklungen im Bereich Greifer sind die sogenannten Soft Robotics und anthropomorphe Roboterhände. Sie verleihen der kalten Maschine Roboter-Feinfühligkeit und Geschicklichkeit.‣ weiterlesen

Der lebensmittelechte Greifer Soft Gripper von Onrobot kann unterschiedliche unregelmäßige Formen und empfindliche Objekte aufnehmen und eignet sich damit für Pick&Place-Anwendungen in der Lebensmittel- und Getränkeproduktion sowie in der Fertigung und Verpackung. ‣ weiterlesen

Insbesondere Leichtbauroboter mit Traglasten bis 25kg gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie sind auch für kleine und mittelständische Unternehmen interessant, um Produktions- und Logistikaufgaben zu automatisieren. Solche Roboter lassen sich ohne Fachkenntnisse programmieren und sind in den Anschaffungskosten überschaubar. Grundvoraussetzung für ihren wirtschaftlichen Einsatz ist allerdings das passende Greifsystem.‣ weiterlesen

Schmalz hat eine neue Bin-Picking-Lösung entwickelt. Sie kombiniert speziell für den Griff in die Kiste angepasste Greifer mit einem 3D-Kamerasystem, der dazu passenden Steuerungs-Software sowie geeignetem Zubehör für Roboter. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige