Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Prozesssichere Materialvereinzelung in der Pharmaindustrie

Bin Picking im Takt

Der Trend hin zu kleineren Losgrößen und kürzeren Produktlebenszyklen macht auch vor der Pharmaindustrie keinen Halt. Zwar gibt es nach wie vor die großen High-Runner-Produkte, doch auf den Märkten werden parallel auch immer mehr spezialisierte Medikamente für kleinere Zielgruppen angeboten. Essert Robotics hat sich dieser Herausforderung im Prozessschritt der Materialvereinzelung angenommen.

 (Bild: Essert GmbH)

(Bild: Essert GmbH)

Viele neue Wirkstoffe werden von kleinen Firmen entwickelt, die keine eigene Produktion betreiben sondern im Auftrag abfüllen lassen. Ein lukrativer Trend, der jedoch die herkömmliche Produktion, Verpackung, Kennzeichnung und Qualitätskontrolle der Arzneiprodukte vor neue Herausforderungen stellt.

Flexible Lösungen gefragt

Während klassische Produkte oft über Jahre hinweg vollautomatisiert auf den gleichen Anlagen hergestellt werden, sind die Pharmaunternehmen neuerdings auf flexible Lösungen mit schnellem Produkt- und Packmittelwechsel angewiesen. Das erfordert ein Neudenken in den Produktionsabläufen und einen Wandel der Produktionstechnik. Umrüstzeiten und Produkt-, Chargen- und Formatwechsel spielen nun eine prägende Rolle. Eine Materialvereinzelung funktioniert bei Tabletten-Blistern oder rechteckigen Arzneiverpackungen noch relativ einfach. Geht es aber etwa um transparente Spritzenkörper, die als Schüttgutware angeliefert werden, sind häufig noch Mitarbeiter im Einsatz, die von Hand die Spritzen in bereitgestellte Trays umlegen müssen. Solche manuelle Eingriffe gilt es aber weitmöglichst zu reduzieren. Das sogenannte Speed-Bin-Picking-Verfahren, das Essert unter anderem für die Pharmaindustrie entwickelt hat, ermöglicht schnelle Taktzeiten, hohe Qualitätsansprüche und ein flexibles und einfaches Umrüsten der Produkte. Um z.B. Spritzen schnell und effizient aus den Behältern zu entnehmen und weiter zu bearbeiten, sind für einen sicheren Prozess vier wichtige Faktoren entscheidend.

  • • Die Materialerkennung: Hier setzt Essert Robotics auf moderne 3D-Vision mit eigens entwickelten Auswertungsalgorithmen. Mit Hilfe des Streifenprojektionsverfahrens ist der eingesetzte Kamerasensor in der Lage dreidimensionale Bilder aufzunehmen.
  • • Der Roboter: Die 3D-Kamera erkennt das Material und sendet dem Roboter die exakten Lagekoordinaten der zu greifenden Spritze. Um der hohen Taktzeit gerecht zu werden, wird ein Zweiarmroboter von ABB eingesetzt, der in der Lage ist, parallel und damit doppelt so schnell zu greifen.
  • • Das Greifen: Aufgrund eines pneumatischen Sauggreifers, kann ein sicheres Abgreifen der Spritzen gewährleistet, ein Glas-zu-Glas-Kontakt vermieden und so den hohen Qualitätsansprüchen im Prozess entsprochen werden.
  • • Trayhandling: Mit Hilfe von integrierten Trayhandling-Stationen können volle Trays aus der Anlage abgeführt und leere Trays zur Verfügung gestellt werden. So kann flexibel auf die Taktzeit und auf die zu produzierende Charge reagiert werden. Zudem kann somit eine Autonomiezeit von über anderthalb Stunden gewährleistet werden. Die Produktumrüstung funktioniert dabei auf Knopfdruck. Durch voreingespeicherte Produkttypen und einfach zu konfigurierenden Programm-Templates lassen sich verschiedene Formate der Glasspritzen auf der Anlage vereinzeln.

Für eine möglichst große Flexibilität bietet Essert ein modulares Plattformsystem an. So lassen sich unkompliziert weitere Anlagenmodule andocken und die Produktionskapazität erhöhen. Im Gegensatz zu einem klassischen Palettierer, erlaubt es die Lösung zudem durch einfache Formteile, unterschiedliche Trays zu handhaben. Durch eine Vielzahl an Tray-Magazinen und ein Schubladenprinzip ist es ebenfalls möglich die Bestückung und Entnahme von Trays im laufenden Prozess durchzuführen.

Prozesssichere Materialvereinzelung in der Pharmaindustrie
Bild: Essert GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Bei all den Vorteilen, die ein Cobot mit sich bringen kann, bedeutet das nicht, dass traditionelle Industrieroboter nicht mehr benötigt werden. Cobots haben jedoch Einfluss auf die Entwicklung von Industrierobotern. Viele der Sicherheitsfunktionen, die zuerst bei kollaborativen Robotern zu sehen waren, werden zum Standard bei den industriellen Versionen. Darüber hinaus sind Cobots benutzerfreundlich, erweiterungsfähig und bieten eine hohe Flexibilität in Bezug auf ihren Einsatzbereich.‣ weiterlesen

Anzeige

8,5t Eigengewicht, eine Traglast bis 2,3t und eine Reichweite von 3,7m: So lauten die Leistungsdaten des größten Industrieroboters der Welt. Trotzdem muss der Fanuc M 2000iA/2300 eine hohe Genauigkeit bieten. Mit einem integrierten Messsystem lässt sich einfach sicherstellen, dass Kinematik und Greifer stets korrekt eingestellt bzw. ausgerichtet sind.‣ weiterlesen

Anzeige

Doosan hat auf der diesjährigen Automatica neue Lösungen zum Palettieren, Schweißen und Schleifen vorgestellt. Das neue Palettiersystem des Roboterherstellers beinhaltet das Robotermodell H2017, ist aber auch mit allen anderen Robotern des Unternehmens kompatibel. Es eignet sich vor allem für Unternehmen, die zum ersten Mal eine automatisierte Palettierlösung einsetzen, da es sich auch von Anwendern ohne Vorerfahrung bedienen lässt. ‣ weiterlesen

Anzeige

Schunk hat zwei neue Magnetgreiferversionen im Portfolio. Zur bisherigen Produktfamilie, den einpoligen EMH-RP, kommen der EMH-DP mit zwei Polen sowie der EMH-MP mit vier Polen hinzu. ‣ weiterlesen

Anzeige

Aufgrund der zeit- und kostenintensiven Programmerstellung, die für jedes Robotermodell individuell erfolgen muss, scheuen sich viele Unternehmen, Roboter einzusetzen. Die auf anspruchsvolle Automatisierungsaufgaben spezialisierte Firma ACP Systems ermöglicht durch den Einsatz der Software ArtiMinds Robot Programming Suite die intuitive und herstellerunabhängige Programmierung der Bewegungsbahnen. Die Automatisierung mithilfe des Roboters wird dadurch einfacher, schneller und effizienter. Darüber hinaus lassen sich auch Anwendungen realisieren, die bisher nicht möglich waren.‣ weiterlesen

Anzeige

Das Unternehmen Skyline Robotics aus Tel Aviv automatisiert die Fassadenreinigung für Wolkenkratzer in aller Welt und setzt dafür Roboter von Kuka ein. Das selbst entwickelte System Ozmo kombiniert den KR Agilus mit einem computergestützten Bildverarbeitungssystem, künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen. Was vorher drei bis vier Monate harter körperlicher Arbeit erforderte, schafft das System automatisch in knapp der Hälfte der Zeit. Das System sorgt außerdem für Sicherheit, indem es menschliche Arbeitskräfte auf der Arbeitsbühne ablöst.  ‣ weiterlesen