Anzeige
Anzeige

Cobots in der Elektronikfertigung

Kollege Roboter testet Leiterplatten

Bei der Herstellung elektronischer Bauteile ist die Qualitätskontrolle ein elementarer Bestandteil des Fertigungsprozesses. Jede Baugruppe muss sorgfältig geprüft und dabei vorsichtig aufgenommen, in den Testadapter eingelegt, wieder entnommen sowie entsprechend sortiert werden. Eine ebenso zeitintensive wie monotone Aufgabe, die schnell zum Engpass und für die Mitarbeiter zur Belastung werden kann. Kollaborative Roboterlösungen können hier ihre Trümpfe ausspielen.

Den kollaborativen Roboter Sawyer aus der US-amerikanischen Roboterschmiede Rethink Robotics zeichnet eine hochentwickelte Sensorik, mit der er seine Umgebung einschließlich der menschlichen Kollegen wahrnehmen und situationsgerecht reagieren kann, sowie ein komplexes Zusammenspiel von Hard- und Software aus. (Bild: Rethink Robotics, Inc.)

Den kollaborativen Roboter Sawyer aus der US-amerikanischen Roboterschmiede Rethink Robotics zeichnet eine hochentwickelte Sensorik, mit der er seine Umgebung einschließlich der menschlichen Kollegen wahrnehmen und situationsgerecht reagieren kann, sowie ein komplexes Zusammenspiel von Hard- und Software aus. (Bild: Rethink Robotics, Inc.)

Die Automatisierung von Testapplikationen war lange Zeit nicht möglich. Herkömmliche, gittergeschützte Industrieroboter boten mit Blick auf Kosten, Platzbedarf und Arbeitsschutz keine realistische Option. Ihre Implementierung ist zu teuer und die Roboter selbst sind zu sperrig und vor allem zu unflexibel, um dynamisch auf wechselnde Produktionsanforderungen reagieren zu können. Inzwischen hat die Automatisierung eine neue Entwicklungsstufe erreicht: Kollaborative Roboter, kurz Cobots, schließen Automatisierungslücken und ermöglichen die maschinelle Umsetzung von Produktionsschritten dort, wo es bisher unrentabel oder schlicht nicht möglich war.

Maschinelle Werker

Die neue Generation maschineller Werker zeichnet sich durch eine kompakte und leichte Bauweise aus, durch die selbst enge Produktionsumgebungen kein Hindernis mehr darstellen. Im Gegensatz zu ihren schwergewichtigen, festverschraubten Kollegen, die auf hohe Stückzahlen, geringe Variantenvielfalt und unveränderliche Prozesse ausgerichtet sind, punkten Cobots durch Flexibilität und einfache Bedienbarkeit. Was sie aber vor allem auszeichnet, ist die hochentwickelte Sensorik, mit der sie ihre Umgebung einschließlich der menschlichen Kollegen wahrnehmen und situationsgerecht reagieren können. Hierbei handelt es sich um ein komplexes Zusammenspiel von Hard- und Software. Der kollaborative Roboter Sawyer aus der US-amerikanischen Roboterschmiede Rethink Robotics ist genau auf diese Anforderungen ausgelegt. Durch seine responsive Kraftsteuerung wird möglich, was in punkto Arbeitssicherheit lange Zeit undenkbar war: eine räumlich und arbeitsteilig enge Kooperation von Mensch und Roboter ohne bauliche Schutzvorrichtungen wie Zäune oder Käfige.

Cobots in der Elektronikfertigung
(Bild: Rethink Robotics, Inc.)


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die 3D-Kamera Tofguard ermöglicht es, Time-of-Flight (ToF) mit Safety-Zulassung für die sichere Raumüberwachung im Industrieumfeld zu nutzen. Spotguard, das Produkt aus Hard- und Software, erkennt in Echtzeit Objekte, die in Gefährdungs- bzw. Bewegungsräume eindringen. Wie das möglich ist, verrät Franz Duregger, Director Sales & Marketing bei Tofmotion.‣ weiterlesen

Anzeige

Das Antikollisionssystem Smart Skin von Fogale Robotics soll dabei helfen, Industrieroboter in Cobots umzuwandeln sowie die Sicherheits- und Interaktionsmöglichkeiten bestehender kollaborativer Roboter zu verbessern.‣ weiterlesen

Anzeige

Die Mensch/Roboter-Kollaboration ist ein so präsentes Thema auf dem ­Robotikmarkt, das ihm die ROBOTIK UND PRODUKTION zweimal jährlich einen großen Schwerpunkt widmet, so auch in dieser Ausgabe.‣ weiterlesen

Der Automatisierungsgrad bei Sembach Technical Ceramics ist hoch. Vollautomatische Fertigungsinseln produzieren jährlich rund 600 Millionen Keramikkomponenten. Seit zehn Jahren kommen dabei Roboter von Mitsubishi Electric zum Einsatz. Anlässlich dieses Jubiläums hat sich ROBOTIK UND PRODUKTION mit CEO Martin Sembach darüber unterhalten, welche Bedeutung Automatisierung und Robotik für die Fertigung Technischer Keramik haben.‣ weiterlesen

Anzeige

Hochqualifiziertes medizinisches Fachpersonal verbringt heute einen Großteil seines Arbeitsalltags mit repetitiven und wenig anspruchsvollen Aufgaben. Die Zahl der Patienten, die behandelt werden können, ist dadurch stark limitiert. Die Roboterautomation kann die Effizienz im Gesundheitswesen deutlich erhöhen.‣ weiterlesen

Für die Leichtbauroboter der CB- und e-Serie von Universal Robots bietet Schunk jetzt einen robusten mechatronischen Großhubgreifer zur Werkzeugmaschinenbeladung, der bei einem frei programmierbaren Hub von 42,5mm pro Finger variable Greifkräfte zwischen 50 und 600N ermöglicht. Im Kraftschluss kann der Plug&Work-Greifer unterschiedliche Teile bis 3kg im Wechsel prozesssicher handhaben – deformationsempfindliche ebenso wie schwere. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige