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Lara, Mav und Maira: die neuen Roboter von Neura Robotics

Der kognitive Cobot

Maira heißt der neue kognitive Cobot, der zusammen mit dem Leichtbauroboter Lara und dem FTS Mav das Portfolio von Neura Robotics ergänzt. Dabei handelt es sich um eine Kinematik, die nicht nur alle modernen Features von heutigen Cobots vereint, sondern geradezu kognitive Eigenschaften besitzt. Der Roboter reagiert auf Gesten sowie Ansprache und hat ein genaues Bild von seiner Umwelt im ‚Kopf‘. Beste Voraussetzungen für eine echte Zusammenarbeit von Mensch und Maschine.

 (Bild: Neura Robotics GmbH)

(Bild: Neura Robotics GmbH)

Neura Robotics hat im Rahmen einer Online-Veranstaltung drei neue Produkte vorgestellt: den kollaborativen Leichtbauroboter Lara, das fahrerlose Transportsystem Mav und den kognitiven Cobot Maira. Das globale Headquarter des Unternehmens ist im chinesischen Shenzhen, darüber hinaus gibt es einen Innovationspark für KI und Robotik in Foshan. Seit ca. zwei Jahren gibt es auch hier in Deutschland ein über 50-köpfiges, multinationales Team, das nun die Entwicklung der neuen Robotergeneration sowie die zukünftige Strategieplanung für die westliche Welt für den Gesamtkonzern verantwortet. In Deutschland hat Neura Robotics seinen Hauptsitz in Metzingen. Dazu gehört außerdem ein Entwicklungszentrum in Hamburg.

Fahrerloses Transportsystem Mav (Bild: Neura Robotics GmbH)

Fahrerloses Transportsystem Mav (Bild: Neura Robotics GmbH)

Lowcost-Cobot und FTS

Durch den Online-Launch der neuen Produkte führte CEO David Reger. Der erste Teil der Veranstaltung drehte sich um die bereits in ROBOTIK UND PRODUKTION 1/2021 vorgestellten Roboter Lara und Mav. Der Leichtbau-Cobot Lara ist in zwei Versionen verfügbar, einmal mit 80cm Reichweite und 5kg Traglast und einmal mit 100cm Reichweite und 10kg Traglast. Der Sechsachser ist nach IP66 geschützt und soll sich in erster Linie durch seinen günstigen Preis, leichte Bedienbarkeit und hohe Präzision auszeichnen. Auch der mobile Roboter Mav verfügt über eine intuitive Nutzeroberfläche. Er lässt sich nicht nur traditionell über ein User Interface, sondern auch per Gesten oder Stimme steuern. Das 400kg schwere FTS mit einer Traglast von 1,5t, einer Genauigkeit von ±5mm und einer maximalen Geschwindigkeit von 2m/s ist von seinen Maßen her auf gängige Palettengrößen angepasst. Es verfügt über eine Akku-Laufzeit von 12h und ist in etwa einer Stunde wieder komplett aufgeladen. Aufgrund eingebauter Laserscanner und 3D-Kameras verfügt das FTS über drei Sicherheitszonen, innerhalb derer 360° um den mobilen Roboter herum Hindernisse sowie Objekte jeder Art erkannt werden können. Praktisch für den Einsatz in Industrie und Lager sowie Handel ist die Kombination aus Mav und Lara sowie Mav und Maira in der Lage, mobile Manipulationsaufgaben durchzuführen, wodurch flexiblere Produktionsabläufe gestaltet werden können als mit rein stationären Manipulatoren.

Cobot mit kognitiven Eigenschaften

Last but not least präsentierte Reger den neuen Roboter Maira, den es in in Ausführungen mit sechs oder sieben Achsen gibt. Drei verschiedene Größen stehen zur Wahl: S (18kg/1m), M (15kg/1,4m) und L (11kg Traglast/1,6m Reichweite). Die Kinematik weist neben der IP65-Schutzklasse eine hohe Steifigkeit auf. Zusätzlich sind alle Kabel und Medien im Inneren verlegt, um Störquellen bei der Applikationsdurchführung zu vermeiden – darunter befinden sich drei Anschlüsse für Luft sowie die Schnittstellen Ethercat, Modbus, Can, IO Link und GpiO. Maira bietet eine maximale Geschwindigkeit von 4,5m/s. Der Roboter verfügt über individuell programmierbare Status-LEDs an jeder Achse. Die Wiederholgenauigkeit liegt bei bis zu ±0,01mm. „Das wirklich Einzigartige ist aber die spezielle, im Kopf verbaute Sensorik sowie das Sicherheitskonzept Safe Human Detection“, erklärte der CEO. Denn hier wurden nicht nur der Kraftsensor und ein Touch-Bedienfeld, sondern auch eine Force-Sensitive Skin, ein 3D-Mikrofonarray für die Spracherkennung sowie optional eine 3D-Vision-Kamera integriert.

Leichtbauroboter Lara (Bild: Neura Robotics GmbH)

Leichtbauroboter Lara (Bild: Neura Robotics GmbH)

Smarte Algorithmen und Funktionen

Das erlaube ganz neue Wege der Programmierung: Neben HMI oder Freihandführung lässt sich Maira auch per Sprachbefehl oder Gesten steuern. Durch eine Record-Funktion kann das Teachen per Hand aufgenommen werden. Das gilt auch für die dabei aufgewendete Kraft, denn Maira verfügt über einen selbstentwickelten 6-DoF-Force-Torque-Sensor im Roboterflansch. Über einen 3D-Voice-Sensor reagiert der Cobot auf Sprachbefehle und antwortet dem Bediener auch, um eine für Menschen natürliche Kollaboration zu ermöglichen. Es gibt mehrere Touch Buttons und eine sensible Touch Skin für das Programmieren linearer Bewegungen. Auf dem Graphical User Interface lassen sich Trajektorien per Drag&Drop erstellen und mittels Digital Twin des Roboters alle Bewegungen vorab simulieren. In jedem Fall verspricht der Hersteller durch die intuitive Benutzeroberfläche eine unkomplizierte Inbetriebnahme, ohne dass Expertenwissen benötigt wird. Parallel lassen sich aber auch verschiedene Programmiersprachen nutzen, z.B. ROS und Python. Die offene Software Architektur erlaubt es fortgeschrittenen Usern, tief in das System einzugreifen und erleichtert dadurch die Entwicklung eigener Anwendungen. Angereichert mit smarten Algorithmen erlaubt der Roboter Funktionen wie automatische Objekterkennung bzw. Identifikation oder das Picken bekannter und unbekannter Objekte.Weiterhin ist er in der Lage eine Kartierung der Umgebung vorzunehmen, welche ein digitales Abbild der Umwelt und der dort befindlichen Objekte erzeugt.

Lara, Mav und Maira: die neuen Roboter von Neura Robotics
Bild: Neura Robotics GmbH


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