Anzeige
Anzeige

Entnahme und Qualitätskontrolle von Dünnwandspritzgussteilen

High-Speed-Lösung

Wenn in einem Spritzgießprozess 32 Teile gleichzeitig in einer Taktzeit von unter 7s gespritzt, entnommen, geprüft und nestgetrennt abgelegt werden müssen, dann stehen hohe Anforderungen im Lastenheft des Automatisierers. Daneben ist auch der Herstellungsprozess selbst, einschließlich der Werkzeugentwicklung, Prozessstabilität und Anforderungen an die Qualität des Endproduktes sehr anspruchsvoll.

Bild: EGS Automatisierungstechnik GmbH

Anspruchsvolle Herstellungsprozesse von Kunststoffspritzgießteilen sind die Kernkompetenz der Firma Weißer & Grießhaber. Mit fast 100 Kunststoff-Spritzgießmaschinen im Schließkraftbereich von 15 bis 280 Tonnen fertigen rund 270 Mitarbeiter mehr als 700Mio. Kunststoffteile im Jahr. Mit einem eigenen Formenbau als Basis werden gemeinsam mit den Kunden Lösungen für die Automobil-, Gebäude-, und Sanitärindustrie sowie für die Bereiche Industrie- und Konsumgüter entwickelt und hergestellt. Die technologischen Kompetenzen erstrecken sich auf die Bereiche Verzahnung und Getriebetechnik, Hybrid- und Mehrkomponententechnik, Mikrofilter und Dünnwandtechnik, Linsen und optische Teile sowie die Montage- und Automationstechnik.

Automatisierte Fertigung

Die technisch anspruchsvollen Kunststoffteile werden als Einzelteile oder Baugruppen in großen Stückzahlen produziert, meist hoch automatisiert um die erforderliche Ausbringung und Qualität sicherstellen zu können. Im eingangs beschriebenen Fertigungsprozess wird auf der Anlage ein Dünnwandspritzgussteil für industrielle Anwendungen gefertigt – pro Schuss 32 Teile gleichzeitig. Die Automationsanlage besteht aus einem High-Speed-Entnahme-Handling, welches mittels eines Linearmotors die erforderliche Dynamik und Genauigkeit erreicht. Ein spezielles 32fach-Greifwerkzeug ist für die Entnahme der 32 Werkstücke verantwortlich. Komplettiert wird die Anlage durch ein spezielles System zur nestgetrennten Ablage der Bauteile, einem Bildverarbeitungs-Prüfsystem, einer Laminar-Flowbox zur Sicherstellung der notwendigen Sauberkeit in der Anlage sowie einem System zur Ionisierung der Bauteile nach der Entnahme um statische Aufladung zu vermeiden.

Hochdynamische Entnahme

Nach dem Ende eines Spritzgießzyklusses und der Öffnung des Werkzeuges erfolgt die hochdynamische Entnahme. Innerhalb der Werkzeugöffnungszeit von 0,74s fährt das High-Speed-Handling-System ein, entnimmt die Werkstücke aus dem Werkzeug mittels Vakuum und verlässt den Werkzeugbereich der Maschine wieder. Daraufhin wird in einer Prüfung mittels einer Hochgeschwindigkeits-Bildverarbeitung ermittelt, ob alle Bauteile im Greifer vorhanden und somit entnommen sind. Ebenso erfolgt mit dem gleichen System vor der Entnahme die Prüfung, ob auch tatsächlich alle 32 Positionen des Greifwerkzeuges leer sind. Diese Prüfungen sind erforderlich, um das wertvolle und empfindliche Spritzgießwerkzeug vor Beschädigungen zu schützen, die entnommene Teileanzahl sicherzustellen sowie Deformationen an einzelnen Teilen zu erkennen und diese sicher von den Gutteilen zu trennen.

Entnahme und Qualitätskontrolle von Dünnwandspritzgussteilen
Bild: EGS Automatisierungstechnik GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Sunil Raibagi, der neue Vice President Strategy and Business Development bei der Zimmer Group, soll deren System- und Projektgeschäft mit frischen Impulsen beleben. Besonderes Augenmerk gilt dabei dem Geschäftsbereich Systemtechnik. Der hat nach den Worten von Vertriebs- und Entwicklungschef Achim Gauß Potenzial, "in den verschiedensten Bereichen zu wachsen".‣ weiterlesen

Anzeige

Der Cobotta ist ein kompakter Cobot von Denso Robotics, der für eine sichere Mensch/Roboter-Kollaboration entwickelt wurde. Auf der diesjährigen Hannover Messe zeigte er sein gesamtes Leistungsspektrum von der automatischen Montage über Pipettieren, Schrauben oder Klebstoffdosierung, auf einer mobilen Plattform oder einer Linearachse montiert oder ergänzt durch ein Vision-System. Darunter sind vier Applikationen besonders interessant.‣ weiterlesen

Anzeige

Viele Unternehmen setzen bereits Roboter und Cobots aufgrund ihrer zahlreichen Vorteile ein. Der Einsatz von Cobots verbessert die Arbeitsplatzsituation des einzelnen Mitarbeiters: Körperlich schwere sowie alltägliche monotone Produktionsarbeiten werden von ihnen übernommen und entlasten auf diesem Weg den Menschen. Wird der Einsatz des Roboters mit der Anwendung der virtuellen Inbetriebnahme verknüpft, so werden weitere Vorteile realisierbar - sowohl für den Kunden, als auch den Lieferanten.‣ weiterlesen

Anzeige

2019 wurde ein neues Modell der zweiarmigen Kawasaki-Scara-Roboterserie DuAro, der DuAro2, in Europa eingeführt. Bei der Serie handelt es sich um kollaborative Roboter, die erstmals im Juni 2015 von Kawasaki Heavy Industries und Kawasaki Robotics vorgestellt wurden. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die um rund 40 Prozent verringerten Dimensionen der Basis, die Möglichkeit, Roboterarme und Basis zu trennen sowie eine Extraachse, die dem Roboter größeren Hub verleiht.‣ weiterlesen

Anzeige

Bei einer neuen Leichtbaukinematik werden die Hauptachsen zwei und drei über sogenannte Viergelenkketten angetrieben. Die Bewegungs- und Kraftübertragung erfolgt also nicht direkt an den Roboterachsen, sondern indirekt. Die Antriebswellen und die eigentliche Roboterachse liegen nicht an der gleichen Position, was verschiedene Vorteile bietet.‣ weiterlesen

Anzeige

Das One-Screw-System von Tünkers ist ein modulares Greifsystem, das in der Variante des Doppelprofils TOS 002 für schwere und große Bauteile geeignet ist, wie z.B. Seitenwände und Unterböden in der Automobilproduktion.  ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige