Anzeige
Anzeige

Antriebstechnik für Industrieroboter

Kompakte Encoder für Roboter

Die Industrierobotik ist einer der Märkte, der die größten Wachstumsraten verzeichnet und sich vor allem in immer diversifizierteren Formen, Typologien und Anwendungen weiterentwickelt. Das Bild ‚klobiger Roboter, verbannt in die von Sicherheitsschranken geschützten Arbeitsbereiche‘ verblasst angesichts einer Nutzung, die nach und nach in alle industriellen Sektoren vordringt. Um den gestiegenen Anforderungen an kompakte Bauweise, hohe Genauigkeit und vorbeugende Wartung Rechnung zu tragen, bietet sich der Einsatz von modernen Encodern an.

Bild: Lika Electronic Srl

Nach der Besetzung spezieller Bereiche, die ein hohes Maß an Gefährdung, Schädlichkeit und Eintönigkeit aufweisen, geht die Weiterentwicklung des Robotereinsatzes nun hin zu Industrieprozessen, die von der Roboterisierung bis heute nur am Rande betroffen waren, jedoch den größten Teil des Industriemarktes ausmachen. Auf Basis eigener Erfahrungen erkennt das Unternehmen Lika Electronic drei Haupttendenzen bei der Entwicklung von Drehgebern für Servomotoren und Robotersysteme:

  • hin zu kompakterer Bauweise und geringerem Gewicht
  • hin zu höherer Auflösung und Genauigkeit
  • hin zu ausgefeilter Diagnostik und vorbeugender Wartung

Ein erheblicher Schub kommt dabei von Cobots, den kollaborativen Robotern für Anwendungen, bei denen sich die Arbeit des Menschen und die Arbeit der Roboter ergänzen sowie Arbeiter und Maschine sich Seite an Seite Räume und Funktionen teilen. Dabei handelt es sich um kleine, leichte, flexible und sichere Geräte, die sich durch akzeptable Kosten, einfache Konfiguration für den durchschnittlichen Nutzer sowie durch höhere Diagnosestandards und Wartungsfreundlichkeit auszeichnen.

Modulare Systeme

Betroffen von diesem Schub sind in erster Linie kompakte Encoder mit geringem Platzbedarf, geringer Bauhöhe und geringem Gewicht, die oft zum direkten Einbau in das Motorgehäuse bestimmt sind. Die Lösung, die sich mehr und mehr durchsetzt, sind modulare Systeme und lagerlose Geber. Diese können sowohl auf optischer als auch auf magnetischer Technik basieren und zeichnen sich durch hohe Anpassungsfähigkeit und Flexibilität aus. Sowohl ihre mechanischen (Wellendurchmesser, Form und Abmessungen der Leiterplatte) als auch ihre elektrischen Eigenschaften (Auflösung, Schnittstelle, Anschlusstechnik) werden oft nach Maß ausgeführt, um eine exakte Anpassung an Projektanforderungen und die verfügbaren Raumgegebenheiten zu ermöglichen. Durch die Nutzung einer lagerlosen Mechanik in kontaktlosem Design sind die Encoder praktisch wartungs- und verschleißfrei. Aufgrund der eingesetzten Technik und der gekapselten Abtastsensorik unterliegen die magnetischen Versionen nicht den Schutzgrenzen der optischen Versionen. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch Robustheit und die Schutzklasse IP69K aus. Sie sind rauen Industrieumgebungen und Schwingungen gegenüber ebenso widerstandsfähig wie gegenüber Schlägen und mechanischen Beanspruchungen.

Hochauflösende Encoder

Der zweite Trend zeichnet sich bei hochauflösenden und hochgenauen Encodern ab, die in der Lage sind, hohe Präzision in anspruchsvollsten Motion-Control-Anwendungen zu gewährleisten. Dabei handelt es sich überwiegend um optische Absolutwertgeber in Singleturn- und Multiturn-Ausführung. Sie müssen ebenfalls den besonderen Anforderungen des reduzierten Platzbedarfs Rechnung tragen, wobei die optischen Frameless-Versionen aufgrund des fehlenden Gehäuses angemessen zu schützen sind. In vielen Fällen ergänzen sie die Positionsdaten noch um weitere zusätzliche Signale, wie Sinus/Cosinus zur Geschwindigkeitsrückmeldung.

Kompakte Encoder für Roboter
Bild: Lika Electronic Srl


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Um Wendeschneidplatten aus Hartmetall für ihre Wärmebehandlung in einem Sinterofen bereitzustellen, hat MartinMechanic eine lernfähige Palettierzelle entwickelt.‣ weiterlesen

Anzeige

Heutige Flugzeugantriebe sind Wunderwerke der Technik. Vor allem die Schaufeln im Heißgasbereich müssen Belastungen aushalten, die noch vor nicht allzu langer Zeit als nicht beherrschbar erschienen. Da das weltweit steigende Luftverkehrsaufkommen zu rapide wachsender Nachfrage führt, muss die bisherige Art der Fertigung modernisiert werden. Hierbei bietet eine automatisierte Fertigungsanlage mit vier parallel arbeitenden Schleifbearbeitungszellen große Vorteile.‣ weiterlesen

Anzeige

Sortenreines Kommissionieren von Schüttgut lässt sich mit einer neuen Roboterlösung unkompliziert und schnell erledigen. Die modular aufgebaute Zelle findet Bauteile mit unterschiedlichen Geometrien zuverlässig und stellt sie für die Verarbeitung lagerichtig zur Verfügung.‣ weiterlesen

Anzeige

Um die großen Automobilhersteller schneller und individueller beliefern zu können, sind die Zulieferer gezwungen, ihre Fertigung umzustellen. Ein erster Schritt ist der Einsatz von ergonomischen Vakuumhebern und Kranen. Sie können z.B. Mitarbeiter entlasten, die schwere Windschutzscheiben zuvor per Hand transportieren mussten, und tragen so dazu bei, die logistischen Prozesse zu verbessern.‣ weiterlesen

Das Unternehmen Tramar betreibt ein Kaffeelager im französischen Le Havre. Dort lässt es Kaffeebohnensäcke mit einer Lösung von Copal automatisiert aus Seecontainern entladen. ‣ weiterlesen

Das leichtgängige, batteriebetriebene Hebegerät Lift&Drive von 3i Handhabungstechnik bietet ein sehr gutes Eigengewicht/Nutzlast-Verhältnis. Das leichteste Modell der Baureihe wiegt 35kg und kann Lasten bis 90kg aufnehmen. Das Spektrum reicht bis Nutzlasten von 325kg. Das optionale Feature PosiSet ermöglicht es, wiederkehrende Arbeitsabläufe präzise auszuführen – ohne die Höhe stets neu zu justieren. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige