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Mobile Transportplattformen für den automatisierten Warentransport

Manövrieren auf engstem Raum

Die autonomen Transportplattformen OmniMove von Kuka verfügen über eine Traglast von 68 Tonnen. Bei Amag in Österreich sind sie für den Transport von schweren Aluminiumplatten zuständig und tragen zur Flexibilisierung der Intralogistik bei. Die omnidirektionalen Plattformen bewegen sich dabei autonom und führen den letzten Produktionsschritt selbstständig durch.

Die mobilen Transportplattformen OmniMove von Kuka bewegen sich autonom zu ihrem Arbeitsplatz. (Bild: Amag)

Die mobilen Transportplattformen OmniMove von Kuka bewegen sich autonom zu ihrem Arbeitsplatz. (Bild: Amag)

Amag ist der größte Aluminiumproduzent Österreichs und führender Anbieter von Primäraluminium sowie Guss- und Walzprodukten. Am Standort Ranshofen in Österreich werden Aluminiumbänder, Bleche und Platten produziert. Mit dem Ziel, den Spezialisierungsgrad zu erhöhen, wurde das Produktionsgelände 2014 um ein neues Walzwerk erweitert. Parallel zur Erweiterung sollte auch die Digitalisierung weiter vorangetrieben werden. Ein Teil der Digitalisierungsstrategie war dabei, die Intralogistik auf Industrie 4.0 umzustellen und zu automatisieren. Dazu sollte das neue Werk durch ein autonomes Warentransportsystem versorgt werden. Das Unternehmen entschied sich, zwei mobile Schwerlastplattformen vom Typ OmniMove von Kuka in die Produktionslinie zu integrieren. Die 8,70m langen Plattformen übernehmen hier den innerbetrieblichen Transport von Aluminiumplatten. Ausschlaggebend für die Wahl der Schwerlastplattformen war deren Traglast von bis zu 68t.

Bewegungsfreiheit in alle Richtungen

Die Plattform OmniMove lässt sich manuell per Fernbedienung steuern, kann sich aber auch autonom bewegen. Die zielgerichtete Navigation durch das Werk wird mit NavigationSolution von Kuka ermöglicht. Die Lösung sorgt zudem dafür, dass die Sicherheit der Mitarbeiter jederzeit gewährleistet ist. Dazu erfasst die Software alle Daten der Sicherheits-Laserscanner und Radarsensoren und erstellt eine Umgebungskarte. In Echtzeit wird so das Reagieren auf Hindernisse und autonomes Fahren ermöglicht. Für die nötige Bewegungsfreiheit sorgen omnidirektionale Mecanum-Räder. Die Räder erlauben das Fahren in jede Richtung und eine Drehung aus dem Stand. Dabei operiert die selbstfahrende Plattform mit einer Präzision von ±5mm.

Autonome Belieferung der Veredelungsanlagen

Bei Amag sind die OmniMove-Plattformen für die An- und Abholung der gewalzten Aluminiumplatten an den jeweiligen Veredelungsstationen im Plattenfertigungszentrum zuständig. Bei der Veredelung werden die Platten mit bestimmten Eigenschaften versehen, geprüft und gesägt. Je nach gewünschter Bearbeitung stehen verschiedene Anlagen zur Verfügung. Im ersten Schritt teilt der Bediener einen Arbeitsauftrag zu. Die Kommunikation erfolgt dabei über WLAN. Daraufhin fährt die Transportplattform autonom zum Arbeitsplatz. Die bis zu 12m langen und bis zu 8,5t schweren Aluminiumplatten liegen am Wareneingang bereit. An der Unterseite des Trägers, auf dem die Platten gestapelt sind, ist ein QR-Code angebracht. Die mit einer Kamera ausgestattete OmniMove-Plattform identifiziert über den QR-Code die ihr zugewiesenen Aluminiumplatten. Sie holt sie ab, indem sie millimetergenau unter den Stapel fährt. Die Hubspindeln werden ausgefahren und die Plattform hebt den Träger samt Aluminiumplatten an. Beladen navigiert sie selbstständig durch die Halle und lädt die Platten an der vorbestimmten Verarbeitungsanlage ab. Sobald der Veredelungsprozess abgeschlossen ist, holt die Schwerlastplattform die Aluminiumplatten wieder ab und transportiert sie zur nächsten Anlage.

Manövrieren auf engstem Raum
Bild: Amag


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