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Stäubli-Event in der Robotation Academy, Hannover

MRK in der Praxis

Stäubli lud im vergangenen Jahr in die Robotation Academy auf dem Messegelände in Hannover ein und bot unter dem Titel ‚Mensch/Roboter-Kollaboration – Marktführer helfen bei der praktischen Umsetzung‘ ein Vortragsprogramm rund um das Thema MRK. Referenten der Firmen Stäubli, Sick, Pilz, Mayser, Schunk und Zimmer sowie vom Fraunhofer IFF berichteten über die verschiedenen Stufen der Mensch/Roboter-Kollaboration, die aktuelle Marktsituation, Richtlinien und Normen, Forschungsprojekte, Risikobeurteilung und -minderung, Gründe für den Einsatz von MRK-Robotern sowie Systeme für den Kollisionsschutz.

Das Stäubli-Event in der Robotation Academy stand im vergangenen Jahr ganz im Zeichen der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. (Bild: Stäubli Tec-Systems GmbH)

Das Stäubli-Event in der Robotation Academy stand im vergangenen Jahr ganz im Zeichen der Zusammenarbeit von Mensch und Roboter. (Bild: Stäubli Tec-Systems GmbH)

Im ersten Teil des Programms in der Robotation Academy ging es um Industrieroboter und die Einhaltung der erforderlichen Safety-Normen. Günter Heinendirk von Stäubli sprach über die tatsächliche Produktivität und das Thema Sicherheit bei MRK-Anwendungen. Derzeit sind noch 98 Prozent der eingesetzten Roboter klassische Industrieroboter, die hinter Schutzzäunen ohne Kontakt mit dem Menschen ihrer täglichen Arbeit nachgehen. Lediglich zwei Prozent des aktuellen Robotermarkts machen MRK-fähige Roboter aus, die noch mit geringer Geschwindigkeit und dementsprechend geringer Performance arbeiten. Die Serie TX2 von Stäubli soll zukünftig hohe Performance bei gleichzeitiger Kollaboration mit dem Menschen bieten.

Forschung und Praxis

Norbert Elkmann vom Fraunhofer IFF sprach im Anschluss über neue Technologien und Sensoriken für MRK-Roboter, die derzeit entwickelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt seines Beitrags waren außerdem Probandenstudien, in denen Stoß- und Klemmsituationen zwischen Mensch und Roboter untersucht werden. Dirk Heeren von Sick erläuterte die Themen Risikobeurteilung und -minderung. Dabei geht es darum, mögliche Gefährdungen zu ermitteln, Risiken abzuschätzen, zu bewerten und anschließend zu mindern. Peter Pichler von der Firma Pilz referierte über den Lebenszyklus einer MRK-Anwendung, der eine Applikationsanalyse, die Risikoanalyse und -beurteilung, ein Sicherheitskonzept, das Engineering, die Validierung und schließlich eine CE-Zertifizierung umfasst. Matthias Schwerthalter von Mayser stellte Kollissionsschutzsysteme vor, darunter vor allem der Ultraschall-Safety, bei dem der Stopp des Roboters einsetzt, bevor es tatsächlich zu einer Berührung kommt.

MRK mit Greifern

Am Nachmittag beleuchteten die Vortragenden der Firmen Schunk und Zimmer vor allem das Thema MRK aus Sicht eines Greiferherstellers. Anna Jung von Schunk nannte als Beweggründe für MRK-Anwendungen die ergonomische Entlastung des Werkers und eine höhere Flexibilität des Arbeitsprozesses. Dabei stellte sie einen MRK-fähigen Greifer vor folgende Herausforderungen: Er darf nie das Werkstück verlieren, muss den Kontakt mit dem Werker immer erkennen und darf diesen nie beim Greifen verletzen. Kai Kohler von Zimmer sprach über spezielle sichere Greiferlösungen, die an den jeweiligen Anwendungsfall angepasst werden müssen. Dabei darf der Greifer das Werkstück auch dann nicht verlieren, wenn es einmal zu einem Stromausfall kommen sollte. (fiz)

Stäubli-Event in der Robotation Academy, Hannover
Bild: Stäubli Tec-Systems GmbH


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