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Roboter-Kit für Geschäfts-, Bildungs- und Verbrauchermarkt

Open-Source-Baukasten

Die sechsachsige Build-it-yourself-Kinematik e.DO von Comau soll Benutzern verständlich machen, wie Robotertechnik funktioniert. Der modulare, kompakte und IoT-kompatible Gelenkarmroboter ist dabei einfach genug aufgebaut, um von Teenagern verstanden zu werden, und leistungsfähig genug, um auch Ingenieure zufriedenzustellen.

e.DO bietet die Möglichkeit, Roboteranwendungen spielerisch kennenzulernen, zu simulieren und zu testen. (Bild: Comau Deutschland GmbH)

Das offene und modulare e.DO-Ökosystem soll Menschen jeden Alters und Interesses in Kontakt mit moderner Robotertechnik bringen. Als Open-Source-Projekt ist die Hardware- und Softwarestruktur dafür konzipiert, das Applikationsspektrum über eine wachsende Community zu fördern und auszuweiten oder neue Funktionen direkt im Roboter selbst zu programmieren. Dadurch soll sich die Erfahrungsgrundlage des e.DO-Projekts insgesamt transformieren und bereichern. Ähnlich wie ein Baukasten enthält das Roboter-Kit eine Reihe von modularen Elementen, einschließlich Gelenkverbindungen, Gehäusen, bidirektionalen Motoren und einem Vierzinkengreifer – alles nötige, um einen mehrachsigen Gelenkarmroboter zu bauen und zu programmieren. Einmal konfiguriert kann e.DO nicht nur zahlreiche Aufgaben wie einfache Bestückungsbewegungen übernehmen, sondern sogar als automatisiertes Transportsystem eingesetzt werden.

Kombination aus Global Player und Start-Up

Comau will mit e.DO aufzeigen, wie sich das Selbstverständnis als etabliertes und weltweit tätiges Unternehmen mit der Einstellung und Vorgehensweise eines Start-Up-Unternehmens kombinieren lässt. Zudem soll das Projekt aufzeigen, wie die Branche industrielle Roboterapplikationen zu geringeren Kosten realisieren kann, als derzeit üblich. Der vielseitige e.DO-Roboter kann in den vielen Bereichen und für unterschiedliche Zwecke eingesetzt werden. Das Spektrum beginnt bei der Ausbildung von Schülern und Studenten, geht über einfache Lösungen für die Servicerobotik und reicht bis zu Einsatzmöglichkeiten in der Industrie – auch, um neue Robotikanwendungen zu simulieren oder zu testen. Aufgrund der robusten Kunststoff-Verbundstruktur, seiner Leistungsfähigkeit und der offenen Architektur bietet e.DO genug Flexibilität, um praktisch jede Anwendung auszuführen, die seinen Geschwindigkeits- und Lastparametern entspricht.

Das Roboter-Kit lässt sich auch als automatisiertes Transportsystem aufbauen. (Bild: Comau Deutschland GmbH)

Unabhängige Kopplung der Gelenke

Jedes Gelenk aus dem Roboter-Kit hat eine autonome mechanische und elektronische Steuerung, die vom Bediener je nach Bedarf konfiguriert werden kann. Damit ist eine modulare und unabhängige Kopplung und Kommunikation möglich. Außerdem ist e.DO kompatibel zu Drittanwendungen und ermöglicht aufgrund seiner offenen Entwicklungsumgebung den Anschluss einer Vielzahl interagierender Geräte. Um beispielsweise ein automatisiertes Transportsystem zu realisieren, versieht man die Gelenkverbindungen einfach mit Rädern und verbindet diese direkt mit der Roboterplattform. Sie ist bei allen Einsätzen unkompliziert via Tablet, Laptop oder PC steuerbar. Für die Konfiguration wählt man über das Raspberry-Pi-Steuerungssystem und die intuitive Programmier- und Steuerschnittstelle einfach die Befehle für die gewünschten Aufgaben. Fortgeschrittene Benutzer können das integrierte Steuerungssystem direkt erweitern und dem Roboter mehr Intelligenz und Flexibilität verleihen – z.B. um komplexe Abläufe auszuführen oder reale Prozesse zu automatisieren.

Open-Source-Baukasten
e.DO bietet die Möglichkeit, Roboteranwendungen spielerisch kennenzulernen, zu simulieren und zu testen. (Bild: Comau Deutschland GmbH)


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