Anzeige

Weltweit erste Personalvermittlung und Zeitarbeitsfirma für Roboter

Roboter als Zeitarbeiter

Robozän ist die erste Personalvermittlung und Zeitarbeitsfirma für menschenähnliche Roboter der Welt. Das Unternehmen vermittelt temporär und dauerhaft Arbeit für humanoide Roboter an Industriekunden. Die Firma wurde im November 2015 in Berlin gegründet. Das Personal besteht aus null Prozent Mitarbeitern (außer dem Geschäftsführenden Gesellschafter) und 100 Prozent Robotern. Diese helfen z.B. einem Berliner Endoskopspezialisten bei der täglichen Qualitätssicherung.

Die Zeitarbeit-Roboter werden mit der, für den Kunden passenden Berufsausung ausgeliefert. Bekommt der Roboter eine neue Aufgabe, kann er durch ein Softwareupdate und ggf. neue Hände an den neuen Beruf angepasst werden. (Bild: pi4_robotics GmbH)

Die Zeitarbeit-Roboter werden mit der, für den Kunden passenden Berufsausung ausgeliefert. Bekommt der Roboter eine neue Aufgabe, kann er durch ein Softwareupdate und ggf. neue Hände an den neuen Beruf angepasst werden. (Bild: pi4_robotics GmbH)

Bisher wurden Roboter üblicherweise vom Betreiber gekauft oder geleast und an festen Arbeitsplätzen installiert. An diesen haben die Roboter dann abgetrennt durch Schutzzäune ihr Leben bis zur Ausmusterung verbracht. Robozän vermittelt Arbeit für Roboter an Industriekunden. Eigentümer von Robotern können die Roboter der Personalvermittlung zur Verfügung stellen und erhalten dann die von den Kunden bezahlten Gehälter abzüglich einer Vermittlungs- und Verwaltungsgebühr. Möglich wurde das durch die neue Robotergeneration des Workerbot, der dritten Generation von Pi4_robotics. Die Roboter werden mit der für den Kunden passenden Berufsausbildung ausgeliefert. Bekommt der Roboter eine neue Aufgabe, so kann er durch ein Softwareupdate und gegebenenfalls neue Hände an den neuen Beruf angepasst werden. Zudem sind die Roboter ortsflexibel, das heißt benötigen außer der Medienversorgung keine feste Verdrahtung und Installation am Arbeitsplatz. Damit können sie auch wirtschaftlich an verschiedenen Arbeitsplätzen im Unternehmen eingesetzt werden. Dieses neue Unternehmenskonzept macht es möglich, die Produktion auch kleiner Stückzahlen wirtschaftlich in Hochlohnländern zu realisieren.

Leihroboter für die Medizintechnik

Medizinprodukte unterliegen strengen Prüf- und Herstellvorschriften. Die im Rahmen des europäischen Zulassungsverfahrens erforderlichen Tests von Software, Bedienelementen oder mechanischen Steckverbindungen bilden einen notwenigen Baustein in der Qualitätssicherung. Für mittelständische Unternehmen stellt es eine Herausforderung dar, die damit verbundenen Anforderungen wirtschaftlich und zuverlässig umzusetzen. Der Workerbot4 von Pi4_robotics hilft dem Berliner Hightechspezialisten für Endoskope Xion beim Erfüllen dieser Anforderungen. Acht Stunden am Tag Stecker ein- und auszustecken oder vordefinierte Tastenkombinationen zuverlässig und wiederholend einzugeben, ist für den Menschen kaum zumutbar – für die Roboterdame Yolandi.workerbot dagegen ein Traumjob. „Der Einsatz des Workerbot4 gibt uns die nötige Flexibilität und Zuverlässigkeit für die Prüfung von neuen Produkten“, erklärt Helmut Laser, geschäftsführender Gesellschafter der Xion GmbH. „Wir bei Xion haben hohe Ansprüche an Funktionalität, Design und Fertigungsqualität. Das können wir nur durch strenge Kontrollen und eine lückenlose Qualitätssicherung erreichen. Der Einsatz des Workerbot4 als Zeitarbeiter unterstützt uns bei der Umsetzung dieses Anspruches optimal“, betont Laser. Das geringe Gewicht von 120kg und die integrierten Rollen ermöglichen das komfortable Umplatzieren des Roboters zu unterschiedlichsten Prüfplätzen, welche auch in klassischen Büroräumen eingerichtet sein können. Für die Versorgung des Roboters ist ausschließlich eine 230V AC/16A Schukosteckdose erforderlich. Druckluft bzw. Unterdruck für den Greifer werden im Greifer selbst erzeugt, und auch nur wenn benötigt. Dies senkt die Unterhaltskosten, schont die Umwelt und vereinfacht den Einsatz des Roboters, da keine zusätzliche Infrastruktur erforderlich ist. Das Zeitarbeitsmodell von Robozän erspart Xion Investitionskosten, die Notwendigkeit Roboterspezialisten zu beschäftigen, und ermöglicht es zu jeder Zeit den optimalen Robotertyp für die jeweilige Aufgabe verfügbar zu haben.

Roboter als Zeitarbeiter
Bild: pi4_robotics GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Anlässlich der Eröffnung des neugestalteten Showrooms in Neuhausen auf den Fildern hatte Fanuc zum Tag der offenen Tür eingeladen. Die zahlreichen Gäste erwartete ein spannendes Ausstellungs- und Vortragsprogramm - rund um Neuheiten und Trends in der Robotik.‣ weiterlesen

Anzeige

Last year Photoneo announced the release of Bin Picking Studio - a sophisticated yet simple suite ready to take on any bin picking challenge. However, some applications can run with much lighter tools, containing fewer features and a narrower scope of priorities. This was the reason for the development of the Locator tool.‣ weiterlesen

Der manuelle Gebrauch einer Klinge, wie sie beim Auspacken von Kartons im Lager zum Einsatz kommt, stellt immer ein Verletzungsrisiko dar, egal wie gut die Mitarbeiter geschult sind. Eine automatisierte Lösung mit einem Öffnungsroboter kann hier das Verletzungsrisiko senken, erhöht den Durchsatz und verringert Beschädigungen am Produkt. Mittels eines programmierbaren Bewegungsgeräts schneidet der Roboter dabei anhand softwaregesteuerter Automatisierung die Kartons gemäß der Vorgaben auf.‣ weiterlesen

Roboter werden in immer mehr Bereichen eingesetzt, nicht nur hinter Zäunen in der Industrie. Für sie gelten besondere Schutzvorschriften, da sie zum Teil auch direkt mit Menschen interagieren. Denn Fehlfunktionen in der Software oder Störungen durch Hackerangriffe erhöhen das Unfallrisiko für Menschen im Umfeld des Roboters.‣ weiterlesen

Anzeige

Bei der Be- und Verarbeitung von Plattenware aus Holz oder Keramik sammeln sich auf den Oberflächen des Materials Staub, Sägespäne, Zwischenhölzer oder Rindenabfall. Daher stoßen Saugplatten hier häufig an ihre Grenzen. Saugkästen mit anpassungsfähiger Saugmatte hingegen sorgen für eine vakuumdichte Verbindung zwischen Last und Saugkästen.‣ weiterlesen

Kollaborative Roboter sollen in Zukunft für die nötige Flexibilität sorgen, um individuelle Kleinserien zu den Stückkosten der Massenproduktion fertigen zu können. Wo sich Mensch und Maschine einen Arbeitsplatz teilen, spielt aber vor allem das Thema Sicherheit eine Rolle. ROBOTIK UND PRODUKTION sprach mit Jörg Reger, Leiter des Unternehmensbereichs Robotics bei ABB in Deutschland, über die sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige