Anzeige
Anzeige
Anzeige

Digitalisierung in der Produktion

So flexibel ist Mobilität

In den heutigen Zeiten von Digitalisierung und Co. richtet sich der Fokus vor allem auf die intelligente, digitale Fabrik und flexible Fertigungskonzepte. Zwei Anforderungen an zukunftsfähige Fertigungsprozesse lauten deshalb: möglichst hohe Flexibilität und Mobilität. Omnidirektionale, mobile Plattformen bieten dafür eine geeignete Basis.

Die mobile Plattform bewegt sich autonom und flexibel im Raum – ohne vordefinierte Wege oder klassische Spurführungselemente. (Bild: Kuka AG)

Die omnidirektionale, mobile Plattform KMP 1500 von Kuka bewegt sich autonom und flexibel im Raum – und ermöglicht so die benötigte Mobilität für die flexiblen Fertigungskonzepte der Zukunft. Für die Positioniergenauigkeit des fahrerlosen Transportsystems sorgen die Zykloidgetriebe von Nabtesco.

Die RF-P-Serie ist für Anwendungen konzipiert, die schnelle Drehmomentleistungen bei begrenztem Platzangebot erfordern. (Bild: Nabtesco GmbH)

Die RF-P-Serie ist für Anwendungen konzipiert, die schnelle Drehmomentleistungen bei begrenztem Platzangebot erfordern. (Bild: Nabtesco GmbH)

Bewegungsfreiheit im Fokus

Das fahrerlose Transportsystem mit Hebemechanismus kann sich frei und ohne klassische Spurführungs- oder Navigationselemente durch den Raum bewegen und übernimmt eigenständig den Transport von Produkten und Bauteilen durch alle Prozessschritte. Damit eignet sich das System auch für die sogenannte Matrix-Produktion: eine extrem wandlungsfähige, komplett vernetzte Fertigung, bei der sich die Anlage quasi auf Zuruf und automatisch auf wechselnde Produkttypen umrüsten kann – und zwar ohne Wartezeiten oder Produktionsausfälle. Uneingeschränkt und präzise manövrieren kann die mobile Plattform durch eine ausgeklügelte Antriebslösung mit Mecanum-Rad. Ein solches Rad besteht aus zwei Felgen und neun freilaufenden Rollen, die in einem 45°-Winkel montiert sind. Die Räder bewegen sich unabhängig voneinander. Dadurch kann die mobile Plattform aus dem Stand in alle Richtungen fahren: sowohl vorwärts und seitwärts als auch diagonal und im Kreis. Selbst in engen Räumen positioniert das Fahrzeug so bis zu ±5mm genau und ist damit gut geeignet für platzsparende und hochpräzise Automatisierungslösungen in der Logistik.

Präzision durch Zykloidgetriebe

Als Hauptbestandteil des Antriebskonzepts kommt den Getrieben eine besondere Bedeutung zu. Guter Wirkungsgrad, lange Lebensdauer und Wartungsfreiheit – das waren die wichtigsten Anforderungen für den Einsatz in der mobilen Einheit. Hinzu kamen Robustheit, sehr gute Positioniergenauigkeit, eine geringe Einbautiefe und die Möglichkeit zur Integration in ein Mecanum-Rad. In über 60 Prozent aller klassischen Industrieroboter sind die Zykloidgetriebe des japanischen Herstellers Nabtesco verbaut. Zu verdanken haben die Präzisionsgetriebe diesen Erfolg ihrem besonderen Konstruktionsprinzip. Aufgrund der zykloiden Bauweise kommen sie im Inneren ohne Zahnräder aus und sind keinen Scherkräften ausgesetzt. Das macht die Getriebesysteme zuverlässig, genau und widerstandsfähig. Darüber hinaus zeichnen sie sich durch eine kompakte Bauweise, einen geringen Verschleiß sowie eine lange Lebensdauer aus.

So flexibel ist Mobilität
Die mobile Plattform bewegt sich autonom und flexibel im Raum - ohne vordefinierte Wege oder klassische Spurführungselemente. (Bild: Kuka AG)


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die bei Grob eigens entwickelten Automatisierungslösungen ermöglichen sowohl eine teil- als auch eine vollautomatische Fertigung inklusive Werkstück-Handling. Das Produktportfolio des Unternehmens im Bereich der Automation reicht von der Standard-Automation über flexible Fertigungssysteme bis hin zu Roboterzellen und schlüsselfertigen Fertigungslinien.  ‣ weiterlesen

In seinem Werk im polnischen Bukowno hat der Elektrotechnikkonzern Schneider Electric einen MiR500 von Mobile Industrial Robots implementiert. Der autonome Roboter transportiert fertige Produkte zwischen Lager und Produktion - und das rund um die Uhr. Dadurch sorgt das Unternehmen für einen effizienten Materialfluss und entlastet seine Mitarbeiter zugunsten anspruchsvollerer Aufgaben.‣ weiterlesen

Anzeige

IEF-Werner hat die Mehrschachtpalettierer der Baureihe VarioStack jetzt je nach Bedarf mit bis zu sechs Schächten ausgerüstet. Mit einem Dreischachtpalettierer erhalten Anwender z.B. die gleiche Autonomie wie mit einer Anlage, die vier Stellplätze benötigt und sparen dazu noch Platz. Mit den Mehrschachtpalettierern, egal ob als Band- oder Wagenlader, lassen sich Trays wechseln, ohne den Automatikbetrieb zu unterbrechen. Die Produktion läuft einfach am nächsten freien Schacht weiter. ‣ weiterlesen

Anzeige

Montratec setzt zur Visualisierung seines Monoschienen- und Shuttle-Transportsystems Montrac die von Dualis angebotene 3D-Simulationsplattform Visual Components mit spezifischer Bibliothek ein. So lässt sich eine detaillierte und realitätsgetreue Vorabsimulation erstellen, die sämtliche Optionen, Komponenten und möglichen Erweiterungen offen legt. ‣ weiterlesen

Anzeige

Klassische Bildverarbeitung oder smarte Vision-Sensoren ist in vielen Anwendungen die Gretchenfrage. Es gibt aber noch weitere Aspekte, denn mit klassischer Bildverarbeitung lassen sich viele Anforderungen nicht so umsetzen, dass damit auch preissensitive Applikationen erreichbar sind. Neuronale Netze sowie KI eröffnen hier neue Wege. Hinzu kommt, dass die Anwendungen nicht unbedingt im separaten Rechner ablaufen, der Trend geht in Richtung Embedded Vision und Edge.‣ weiterlesen

Anzeige

Noch haben Fahrerlose Transportsysteme für den Reinraum Exotenstatus. Doch der Markt wächst. Ob in der Halbleiterproduktion, im Pharmabereich oder der Medizintechnik - FTS können den Materialtransport in sensiblem Produktionsumfeld verbessern, wie erste Anwendungsbeispiele von Stäubli WFT zeigen.‣ weiterlesen