Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Scara-Roboter in ESD-Ausführung

Taktzeitgerecht und präzise

Das Herzstück der neuen Signalsäulenserie für Industrieanwendungen von Auer Signal wird mit Unterstützung zweier Stäubli-Roboter hergestellt. Die beiden Scaras sorgen in einer Fertigungszelle, in der unter anderem gelötet, programmiert und montiert wird, für punktgenaue und taktzeitgerechte Bauteilübergaben.

Bei der Herstellung von Signalsäulen ist eine hohe Positioniergenauigkeit entscheidend. Die Leiterplatten müssen exakt ausgerichtet werden, damit die Zusammenführung mit den Kontaktklemmen an der richtigen Stelle erfolgt. Hierbei kommen zwei Scara-Roboter von Stäubli zum Einsatz. (Bild: X-TechnikIT & Medien GmbH)

Bei der Herstellung von Signalsäulen ist eine hohe Positioniergenauigkeit entscheidend. Die Leiterplatten müssen exakt ausgerichtet werden, damit die Zusammenführung mit den Kontaktklemmen an der richtigen Stelle erfolgt. Hierbei kommen zwei Scara-Roboter von Stäubli zum Einsatz. (Bild: X-TechnikIT & Medien GmbH)

Das Familienunternehmen Auer Signal sorgt mit Leuchten, Sirenen, Hupen und individuell konfigurierbaren Gerätekombinationen dafür, dass Menschen hören, sehen sowie mittels entsprechender Farb- und Toncodes auch verstehen, was eine Maschine oder ein Fahrzeug kommunizieren will. Das aktuelle Flaggschiff des Unternehmens, die Signalsäule PC7, spricht auf Wunsch sogar Klartext, wenn ein Anlagenbediener herbeigerufen werden soll. Ein MP3-Sprachausgabemodul macht das möglich. Verändert hat sich bei Auer inzwischen die Art und Weise, wie die Signalsäulen für den Industriebereich produziert werden. Während bei der Vorgängerserie der PC7 sogar die Befestigung von Kontaktklemmen auf der Leiterplatte noch per Hand erfolgte, läuft dieser Fertigungsschritt genauso wie die Programmierung der Microcontroller, die Linsenmontage und die Prüfung der Leiterplatte mittlerweile automatisiert ab. Je nach Bedarf kann der Kunde die Spannung, das Basismodul, die Anzahl bzw. Beschaffenheit von zusätzlichen bis zu sieben Einzelmodulen, die Kalottenfarben, verschiedene Tonarten und vieles andere mehr frei wählen. Dadurch ergeben sich mitunter ziemlich kleine Losgrößen, die dennoch wirtschaftlich sinnvoll herzustellen sind.

Ein TS80 ist im vorderen Anlagenteil stationiert, einer im hinteren, wo die Leiterplatten mit transparenten Linsen bestückt und endgeprüft werden. (Bild: Stäubli Tec-Systems GmbH)

Ein TS80 ist im vorderen Anlagenteil stationiert, einer im hinteren, wo die Leiterplatten mit transparenten Linsen bestückt und endgeprüft werden. (Bild: X-Technik IT & Medien GmbH) 

Stimmiges Gesamtkonzept

Als David Kittl, Sales Austria bei der Robotics Division von Stäubli Tec-Systems, in einem Gespräch mit dem technischen Leiter der Firma Auer Signal vom PC7-Vorhaben erfuhr, nannte er Walter Wytek als empfehlenswerten Ansprechpartner. Der Sondermaschinenbauer überzeugte mit einem stimmigen Gesamtkonzept. Als einzuhaltende Taktzeit wurden seinem Unternehmen Wytek Partner für Automation 20s und als zu erreichender Output rund 400.000 Stück pro Jahr vorgegeben. Als weitere Herausforderung kam hinzu, dass die Produktentwicklung selbst noch nicht vollends abgeschlossen war. Somit konnte der Maschinenbauer auch noch auf das eine oder andere Konstruktionsmerkmal Einfluss nehmen, um das Herzstück der PC7 besser automatisierbar zu machen.

Die Leiterplatten müssen exakt ausgerichtet werden, damit die Zusammenführung mit den Kontaktklemmen an der richtigen Stelle erfolgt. (Bild: X-Technik IT & Medien GmbH)

Hohe Positioniergenauigkeit

Mittlerweile durchlaufen vierzehn verschiedene Leiterplattenvarianten jene vollautomatisierte Fertigungszelle, die von Wytek konzeptioniert und geliefert wurde – zehn für die Modul-Perfect 70 und vier für die Modul-Compete 50. „Nun können wir die Leiterplatten für beide modularen Signalsäulenserien, für die mit 50mm und für die mit 70mm Durchmesser, auf einer Anlage bearbeiten“, freut sich Christian Huf, Produktionsleiter bei Auer Signal. Die maßgeschneiderte Sonderlösung wird von zwei Stäubli-Robotern und drei Rundtakttischen angeführt. „Unsere Vierachsroboter in ESD-Ausführung sind für Einsätze im Elektronikumfeld, bei denen der Schutz gegen unkontrollierte elektrostatische Entladung eine wichtige Rolle spielt, sehr gut geeignet. Die Scaras der Baureihe TS sind vollwertige Montageautomaten, die in kurzen Zykluszeiten vielfältige Programmabläufe darstellen können. Aufgrund ihrer eigensteifen Mechanik arbeiten sie vor allem bei Füge- und Bestückungsvorgängen sehr präzise – und genau das, war bei diesem Projekt gefragt“, erklärt Kittl. Denn eine hohe Positioniergenauigkeit war bei dieser Anwendung essentiell, wie Huf bestätigt: „Die Leiterplatten müssen exakt ausgerichtet werden in den Aufnahmen, damit die Zusammenführung mit den Kontaktklemmen an der richtigen Stelle erfolgt. Das muss einfach passen, weil es hier wirklich um Zehntelmillimeter geht“, beschreibt er.

Scara-Roboter in ESD-Ausführung
Bild: X-TechnikIT & Medien GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Mit den Kompaktejektoren der Serie MFE bietet Fipa robuste Vakuumerzeuger für den Einsatz in komplexen Greifern und direkt am Roboter an. Die neuen Ejektoren sind auf das dynamische Handling saugdichter Produkte, wie Kunststoffverpackungen, Folien, Kunststoffteile und Metallerzeugnisse angepasst. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die neue Magnetgreiferserie MHM-X7400A von SMC bietet Anwendern eine leistungsstarke und gleichzeitig energiesparende Lösung speziell für Cobots, die bei geringen Abmessungen auch ohne Strom- oder Druckluftversorgung eine Haltekraft bis 200N (Ø 25, Werkzeugdicke 6mm) erreicht. Das System ist für die Serie TM von Omron und Techman Robot verfügbar (kompatibel mit TM5, TM12, TM14). ‣ weiterlesen

Anzeige

Pneumatische Cobots gibt es noch nicht? Doch schon bald! Festo entwickelt gerade einen pneumatischen Cobot mit 3kg Traglast und 670mm Reichweite. Die Pneumatik ist nicht nur das Fachgebiet von Festo, sie soll den Roboter auch besonders sensitiv und damit besonders geeignet für die Mensch/Roboter-Kollaboration machen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Keba will mit seinem neusten Demonstrator zeigen, welche Möglichkeiten der digitale Zwilling eines Industrieroboters eröffnet. Als Demonstrator wurde dabei ein Industrieroboter mit einem Tool-Simulator aufgebaut, der entsprechende Anwendungsfälle veranschaulicht. ‣ weiterlesen

Anzeige

Der Leichtbauroboter Rebel von Igus - in geringen Stückzahlen schon ab rund 3.000€ erhältlich - geht jetzt in die Serienfertigung. Aufgrund der gestiegenen Elektronik- und Rohstoffpreise hat Igus den Cobot auf der Zielgeraden nochmals an verschiedenen Stellen technologisch angepasst. Wie aus der Not eine Tugend wurde bzw. welche Vorteile sich für den Anbieter und Anwender damit ergeben haben, hat Geschäftsbereichsleiter Alexander Mühlens bei einem Vor-Ort-Besuch in Köln verraten.‣ weiterlesen

Anzeige

Für Programmiersteuerungen steht mit der Version V14.01.13.00 ein Update der englischen Software SEL sowie eine neue Simulationssoftware für Ixa-Scara-Roboter (V2.6.0.0) von IAI Industrieroboter zum Download bereit. ‣ weiterlesen