Anzeige
Anzeige
Anzeige

Antrieb mit hoher Leistung und Dynamik auf kleinem Bauraum

Sensorschrauber mit Feingefühl

In der industriellen Produktion sind die Anforderungen an eine sichere Schraubmontage höher als im Hobbykeller des Heimwerkers. Das richtige Drehmoment trägt wesentlich zur nachhaltigen Funktionsfähigkeit des Endproduktes bei. Mikrosensor-Schraubsysteme mit bürstenlosen DC-Kleinstmotoren und Planetengetrieben sorgen vor allem bei sicherheitsrelevanten Verschraubungen in der Automobilindustrie für kurze Zykluszeiten.

Mikro-Sensor-Schraubsysteme für die prozesssichere Montage von Kleinstschrauben. (Bild: N-Gineric GmbH)

Mikrosensor-Schraubsysteme dienen der prozesssicheren Montage von Kleinstschrauben. (Bild: N-Gineric GmbH)

Viele Produkte werden heutzutage immer kleiner. Mehr Bauteile in engem Bauraum zu verbauen stellt aber die Produktion vor Herausforderungen. Das betrifft auch die prozesssichere Montage von Kleinstschrauben, wie sie z.B. in Mobiltelefonen, Smart-Watches oder klassischen Armbanduhren zu finden sind. N-Gineric hat zu diesem Zweck Mikrosensor-Schraubsysteme entwickelt. Diese lassen sich sowohl handgeführt als auch in der Automation einsetzen. Verschraubungen von Gewindegröße M0,6 bis M5 werden durch mehrere Schraubspindel-Baugrößen abgedeckt.

Liefert die von der Anwendung geforderte Performance: Faulhaber Antriebseinheit mit bürstenlosem DC-Kleinstmotor und Metall-Planetengetriebe (Bild: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG)

Die Antriebseinheit mit bürstenlosem DC-Kleinstmotor und Metall-Planetengetriebe von Faulhaber liefert die nötige Performance. (Bild: Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG)

Präzise messen

Um den sicheren Schraubprozess zu gewährleisten, sind die Schraubspindeln mit einer integrierten, mitrotierenden Drehmoment- und Drehwinkelsensorik ausgestattet. Diese misst präzise das auf die Schraube wirkende Drehmoment zusammen mit dem Drehwinkel direkt oberhalb der Klingenaufnahme. Dazu wird ein Dehnungsmessstreifen eingesetzt, über dessen Verformung Rückschlüsse auf das Drehmoment möglich sind. Der Sensorkörper besteht aus einer speziellen Metalllegierung, die sich proportional zum aufgebrachten Drehmoment verformt. Dadurch ergibt sich eine Widerstandsänderung innerhalb des Dehnungsmessstreifens und man erhält ein dem Drehmoment folgendes Messsignal. Dieses wird mit einer Auflösung von 24Bit hochgenau digitalisiert. Der rotationssymmetrische Sensorkörper ist zwischen dem Klingenfutter und dem eingesetzten Antrieb auf der Welle angebracht. Für die Stromversorgung sorgt ein Spulensystem, das die Messelektronik berührungslos induktiv mit Energie versorgt. Um eine hohe Genauigkeit zu erreichen, werden pro Sekunde 2.000 Drehmoment-Messwerte in Form eines seriellen Bit-Codes optoelektronisch vom Rotor zur Statorelektronik übertragen und dort wieder decodiert, also verlustfrei 1:1 abgebildet.

Antrieb und Getriebe

als Herzstück

Stefan Flaig, Geschäftsführer von N-Gineric, betont wie wichtig Motor und zugehöriges Getriebe in diesem System sind: „Wir brauchen eine hohe Leistung bei sehr kleinen Abmessungen und eine große Dynamik, da für jeden Schraubvorgang innerhalb einer Sequenz von Schraubstufen eine schnelle Regelung von Drehmoment und Drehzahl notwendig ist.“ Die Wahl fiel daher auf eine Faulhaber-Antriebseinheit mit bürstenlosem DC-Kleinstmotor und Planetengetriebe. Sie liefert die für den Anwendungsfall geeignete Performance: „Durch das hohe Beschleunigungsvermögen der Antriebe erreichen wir sehr kurze Zykluszeiten, also eine hohe Produktivität. Der bürstenlose Antrieb zeichnet sich außerdem durch eine besonders lange Standzeit aus und qualifiziert das Schraubsystem damit für die Massenfertigung unter 24/7-Bedingungen“, erläutert Flaig. Generell sind bürstenlose DC-Servomotoren für anspruchsvolle Antriebsaufgaben konzipiert, bei denen Höchstleistung auf kleinem Raum gefordert ist. Sie sind sowohl in Vierpoltechnik mit hohem Drehmoment als auch in Zweipoltechnik für große Leistungen erhältlich. Die Motoren zeichnen sich durch ihre effiziente Bauweise sowie hohe Drehzahlen oder ein hohes Drehmoment auf kleinem Bauraum aus. Dabei sind sie sehr leicht und haben ein dynamisches Start-Stopp-Verhalten. Die geräuscharmen Kleinstantriebe werden mit oder ohne Sensoren angeboten. Um ein großes Drehmoment zu erhalten sind im Sensorschrauber Metall-Planetengetriebe eingesetzt, die sich aufgrund ihrer robusten Bauweise gut für solche Einsatzzwecke eignen. Je nach Anwendungsbedarf werden für mittlere Abtriebsmomente auch Kunststoffplanetengetriebe angeboten, die durch ihre außergewöhnliche Materialkombination ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis ermöglichen. Unterschiedliche Abtriebslager wie Sinter-, Kugel- oder Keramiklager sind ebenso erhältlich wie Sonderversionen mit Spezialschmierung für einen erweiterten Anwendungsbereich, z.B. im Vakuum.

Sensorschrauber mit Feingefühl
Bild: N-Gineric GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Synaos bringt gemeinsam mit dem britischen Unternehmen SlamCore ein System auf den Markt, das manuell gesteuerte Intralogistikfahrzeuge kostengünstig und zuverlässig lokalisieren soll. Das System Syna.OS View nutzt eine Stereokamera, einen IMU-Sensor und eine Visual-SLAM-Software auf einem Embedded-Computer, der auf Gabelstaplern und anderen manuellen Transportfahrzeugen nachgerüstet werden kann. Das System ist das erste Ergebnis der strategischen Partnerschaft beider Unternehmen. ‣ weiterlesen

Anzeige

MartinMechanic hat eine neue Anlage für die Warenkommissionierung entwickelt. Der Sondermaschinenbauer hat in einem Logistikunternehmen ein selbstfahrendes Transportsystem installiert, dass sortenreine Europaletten an der Warenbereitstellung abholt und selbstständig zum Kommissionsplatz navigiert, wo sie ein Palettierroboter entlädt. ‣ weiterlesen

Anzeige

Die Gurtförderer der Baureihe GF50 von Schnaithmann zeichnen sich durch platzsparende Bauweise aus und lassen sich auch in bestehende Transfer- und Montageanlagen einfach integrieren. ‣ weiterlesen

Bei FE.Screen-Sim von F.EE handelt es sich um eine Softwarelösung für die Anlagensimulation. Das Tool bietet nun auch die Möglichkeit, CAD-Daten aus der Simulationsplattform Process Simulate zu übernehmen, um diese im Gesamtkontext einer Modellerstellung für die Komplettierung des digitalen Zwillings zu nutzen.  ‣ weiterlesen

Anzeige

Der unkontrollierte Zugriff auf Bearbeitungsräume und Roboterzellen muss bei automatischen Fertigungs- und Verpackungsprozessen sicher verhindert werden. Während des Be- und Entladens sollen Roboter und Bedienpersonal hingegen im Wechsel zugreifen können. Mit den flexiblen Gliederschürzen von Hema lassen sich geschützte Bereiche realisieren, die dem Personal einen gesicherten Zugriff im laufenden Prozess ermöglichen.‣ weiterlesen

Anzeige

MartinSystems präsentiert auf der diesjährigen Motek eine Neuentwicklung für die Intralogistik. Der MHP 08500-10 Mechafant HuckePack ist in der Lage, beladene Europaletten selbstständig vom Boden aufzunehmen, um sie autonom an ihren Bestimmungsort zu befördern und dort abzuladen.

‣ weiterlesen