Anzeige
Anzeige

Sichere Kollaboration von Mensch und Roboter

Wie Roboter Menschenhaut erkennen

Mobile und mit dem Menschen kollaborierende Roboter sind für die Verwirklichung von Industrie 4.0-Konzepten unverzichtbar. Wenn jedoch aufwendige Schutzzäune entfallen sollen und der Grundsatz aufgehoben wird, dass Menschen und Roboter immer in separaten Bereichen arbeiten müssen, steigen die Anforderungen an die Sicherheitstechnik.

Der Schmersal Safety Controller ist eine Sicherheitssteuerung, die dem Roboter eine definierbare, dreidimensionale Arbeitszone vorgibt und sofort detektiert, wenn dieser die Zone verlässt. (Bild: K.A. Schmersal GmbH & Co. KG)

Der Schmersal Safety Controller ist eine Sicherheitssteuerung, die dem Roboter eine definierbare, dreidimensionale Arbeitszone vorgibt und sofort detektiert, wenn dieser die Zone verlässt. (Bild: K.A. Schmersal GmbH & Co. KG)

Einige Sicherheitslösungen für die Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) zeigt die Schmersal Gruppe auf der Automatica. Der Schmersal Safety Controller ist eine Sicherheitssteuerung, die dem Roboter eine definierbare, dreidimensionale Arbeitszone vorgibt und sofort registriert, wenn dieser Bereich verlassen wird. In einem solchen Fall wird der kollaborierende Roboter umgehend von dieser Steuerung stillgesetzt. Zugleich überwacht der Safety Controller zu jedem Zeitpunkt die Geschwindigkeit in Richtung der Begrenzung. Das heißt, dass die Geschwindigkeit immer nur so groß sein darf, dass der Roboter jederzeit abbremsen kann, ohne den erlaubten Bewegungsraum zu verlassen. Der Safety Controller ist eine bewährte Sicherheitslösung, die bereits in über 30.000 Robotern, insbesondere in der Automobilindustrie eingesetzt wird und eine Kollaboration von Mensch und Robotern ohne trennenden Schutzzaun ermöglicht. Eine Überwachung von Bewegungen und Geschwindigkeit bei der MRK ist jedoch auch mit Hilfe der Sicherheitssteuerung PSC1 von Schmersal in Kombination mit einer entsprechender Sensorik möglich. Mit dem „Save Drive Monitoring“-Modul (SDM) der PSC1-Steuerung können bis zu zwölf Achsen über umfangreiche Funktionen gemäß DIN EN 61800-5-2 (z.B. sicherer Stopp und Betriebshalt, sicher abgeschaltetes Moment, sicher begrenzte Geschwindigkeit und Beschleunigung etc.) sicher überwacht werden. Die große Flexibilität der PSC1-Steuerung basiert u.a. auf der einfachen Konfiguration für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle.

Unterstützung für Forschungsvorhaben zu Mensch-Roboter-Kollaboration

Zukünftig sollen Mensch und Roboter noch enger und sicherer zusammen arbeiten. Ein im April 2016 angelaufenes Projekt der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit einer Laufzeit von drei Jahren erforscht dazu neuartige Technologien: Dabei sollen u. a. optische Sensoren und spezielle Bildverarbeitungsalgorithmen zum Einsatz kommen, die menschliche Haut erkennen und die Silhouette von Menschen identifizieren können. So sollen Industrieroboter erkennen können, wenn sie einem Menschen zu nahe kommen, um jede gefährliche Bewegung rechtzeitig zu stoppen. Die Schmersal Gruppe ist der einzige Projektpartner aus der Industrie, der das Forschungsvorhaben mit Fördermitteln unterstützt.

Wie Roboter Menschenhaut erkennen
Bild: K.A. Schmersal GmbH & Co. KG


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Mensch und Roboter rücken in der modernen Produktion noch enger zusammen. Schutzzäune verschwinden und ortsflexible Roboter werden benötigt, um flexible, aber gleichzeitig sichere Automatisierungslösungen im Zeitalter von Industrie 4.0 zu realisieren. Eine neue zaunlose Lösung ermöglicht es nun, auch große Industrieroboter mobil einzusetzen.‣ weiterlesen

Heidrive bietet auf Basis eines neu entwickelten modularen Baukastens speziell konzipierte Antriebe für Roboter- und FTS-Hersteller. Bei den integrierten Antrieben wird ein 24/48V-Regler direkt im Motorprofil platziert, wodurch der Einbau in einen Roboterarm aufgrund der Kompaktheit leicht möglich ist. Die Integration der Servoregler macht Schaltschränke verzichtbar und der Verdrahtungsaufwand lässt sich reduzieren.‣ weiterlesen

MLR hat einen modular-standardisierten Baukasten für fahrerlose Transportfahrzeuge (FTF) entwickelt. Damit lassen sich Fahrzeuge schnell und kostengünstig für die spezifischen Anforderungen der Anwender konzipieren.‣ weiterlesen

Anzeige

Sumitomo stellt mit Altax Neo eine Serie von Cycloidgetrieben vor, die auf die Anforderungen für fahrerlose Transportsysteme und Gabelstapler-Lenkgetriebe angepasst ist.‣ weiterlesen

Die Elektromobilität stellt die Automobilindustrie vor große Herausforderungen. Akkus stellen einen wesentlichen Kostenfaktor dar und ihre Technik entwickelt sich sprunghaft. Die Montage verlangt daher ein hohes Maß an Flexibilität. Fahrerlose Transportsysteme (FTS) bieten deswegen eine gute Möglichkeit zum Aufbau agiler Produktionsanlagen.‣ weiterlesen

Das mobile Robotersystem Helmo von Stäubli Robotics kann, einmal angelernt, nahezu jede manuelle Tätigkeiten an Montagelinien übernehmen. Dabei navigiert der Produktionsassistent selbständig zu seinem Arbeitsplatz, verringert seine Geschwindigkeit oder bleibt stehen, wenn ihm menschliche Kollegen zu nahe kommen, um dann seine Fahrt zielgerichtet fortzusetzen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige