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Fahrerlos in der Fabrik

Egal ob Milkrun oder Flurförderzeug – mobile Lösungen in der Fabrik kommen immer öfter ohne Fahrer aus. Diese FTS (Abkürzung für Fahrerloses Transportsystem; engl. Automated guided vehicle, kurz AGV), profitieren vom technologischen Wandel und bilden ein zentrales Element vieler Industrie4.0-Konzepte.

Mathis Bayerdörfer, Chefredakteur, ROBOTIK UND PRODUKTION (Bild: TeDo Verlag)

Doch neu ist der FTS-Ansatz beileibe nicht. Bereits in den 1960er Jahren betraten erste automatisierte Gefährte die Bühne der industriellen Produktion. So testete z.B. der Werkzeugmaschinenbauer Heller damals fahrerlose Systeme, die sich mittels Induktionsschleife in der Fabrik orientierten. Auch der Motorenhersteller SEW-Eurodrive sammelt bereits seit vielen Jahren in diesem Bereich Erfahrungen: Am Standort Graben-Neudort sind fahrerlose Fahrzeuge ganz unterschiedlicher Generationen, Bauweisen und Geschwindigkeiten im Produktionsalltag zu beobachten. Mit moderner Rechenleistung, dem steigenden Grad der Vernetzung und immer mehr verbauter Sensorik werden die FTS-Lösungen immer besser, zuverlässiger und flexibler. Deswegen werden sie in den Zukunftsszenarien von Industrie 4.0 hoch gehandelt. Folglich gibt es verschiedene Initiativen, um den FTS-Einsatz noch sicherer zu machen. So z.B. beim VDI, der jetzt die neuen Richtlinie 2510 Blatt 3 veröffentlicht hat. Sie vertieft und ergänzt z.B. Anforderungen an FTS hinsichtlich Schnittstellen zu Türen, Brandschutztoren und Aufzügen. Denn selbst wenn aufgrund des technologischen Wandels die Zahl der Menschen im direkten Fertigungsumfeld zurückgeht – die Sicherheit der Produktionsmitarbeiter bleibt an erster Stelle.

Fahrerlos in der Fabrik
Mathis Bayerdörfer, Chefredakteur, ROBOTIK UND PRODUKTION (Bild: TeDo Verlag)


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