Anzeige
Anzeige

Roboterapplikationen mit ROS flexibel umsetzen

Individuelle Robotik, aber offen!

Mit dem Open Source Framework ROS kann der Anwender seine eigene Robotersteuerung aus verschiedenen Software-Paketen flexibel zusammenstellen. Die Voraussetzung dafür sind passende Schnittstellen und ein offenes Konzept. ROS-Pakete können ohne spezifisches Expertenwissen für Programmierung eingesetzt werden und bieten so vollkommen neue Möglichkeiten für den Einsatz von Robotern.

Aufgrund seiner Offenheit und Modularität kann das Open Source Framework ROS herstellerübergreifend eingesetzt werden. (Bild: Pilz GmbH & Co. KG)

Aufgrund seiner Offenheit und Modularität kann das Open Source Framework ROS herstellerübergreifend eingesetzt werden. (Bild: Pilz GmbH & Co. KG)

Genau wie in der Automatisierung geht in der Robotik der Trend in Richtung Offenheit und Interoperabilität. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine Robotersteuerung gefragt, die herstellerübergreifend eingesetzt werden kann. ROS hat seine Stärken in dynamischen Umgebungen, wie beim Navigieren von FTSen, Kollisionsvermeidung oder Greifen von Objekten.

Für den herstellerübergreifenden Einsatz

ROS steht für Robot Operating System und ist ein Open-Source-Framework, um Software für Robotikanwendungen zu schreiben. Das Programmiergerüst besteht aus einer Sammlung von Funktionalitäten, Treibern sowie einer Kommunikationsschicht. Programmierer erstellen in diesem Rahmen eigene Pakete. Die fertigen ROS-Pakete beinhalten bestimmte Funktionen und Treiber und werden den Anwendern über eine gemeinsame Community zur Verfügung gestellt. Das kann z.B. eine Bahnplanung sein, die dann an die individuelle Applikation angepasst wird. Die einzelnen Pakete sind modular, dadurch vielseitig einsetzbar und mit der Hardware unterschiedlicher Hersteller kompatibel. So kann der Anwender seinen bisher eingesetzten Manipulator austauschen und den neuen Manipulator weiterhin mit den ROS-Paketen einsetzen. Die Applikation an sich bleibt gleich.

Von der Forschung in die Industrie

Entstanden ist ROS im Jahr 2007 im Universitäts- und Forschungsumfeld. Dort hat es sich zum Standard für Robotikprojekte entwickelt. Ein Vorteil des Frameworks ist die Zusammenarbeit in der Community mit Spezialisten aus verschiedenen Bereichen – von Forschungseinrichtungen bis zum Roboterhersteller. Diese Online-Community arbeitet zusammen an den ROS-Paketen, führt Reviews und Tests durch und unterstützt sich gegenseitig bei der Programmierung komplexer Robotikanwendungen. Dazu gehört außerdem die ausführliche Dokumentation der Pakete, die Bearbeitung von sogenannten Pull-Requests, also Verbesserungsvorschlägen für den Code, und die Erstellung von Tutorials. Die Vorteile von ROS umfassen neben der offenen Verfügbarkeit des Quelltextes die Verwendung von modernen Programmiersprachen wie Python oder C++. Damit bietet sich der Einsatz von ROS als standardisierte Kommunikationsschicht für industrielle Applikationen an. Es ist das geeignete Framework für komplexe Applikationen, in denen verschiedene Sensoren und Aktoren beliebiger Hersteller unterschiedliche Aufgaben übernehmen und komplex entwickelte Algorithmen steuern. ROS kann also herstellerübergreifend eingesetzt werden und bietet ein vernetztes, interoperables System.

Roboterapplikationen mit ROS flexibel umsetzen
Bild: Pilz GmbH & Co. KG


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Mit einem Dreiklang aus Getriebe, Motor und Antriebsregler bedienen Sumitomo Drive Technologies und die Lafert-Group gemeinsam den wachsenden Markt für fahrerlose Transportsysteme. Smartris heißt die neue, einbaufertig konzipierte Mechatroniklösung für Traglasten bis über 3.000kg.‣ weiterlesen

Anzeige

Die eigene Robotersteuerung aus verschiedenen Software-Paketen flexibel zusammenstellen: Das ermöglicht das Open Source Framework ROS. Mit den passenden Schnittstellen und einem offenen Konzept lassen sich auf diese Weise Roboterapplikationen einfach realisieren. Die Besonderheit? ROS-Pakete sind ohne spezifisches Expertenwissen für Programmierung einsetzbar und bieten so vollkommen neue Möglichkeiten für den Einsatz von Robotern.‣ weiterlesen

Das Herzstück der neuen Signalsäulenserie für Industrieanwendungen von Auer Signal wird mit Unterstützung zweier Stäubli-Roboter hergestellt. Die beiden Scaras sorgen in einer Fertigungszelle, in der unter anderem gelötet, programmiert und montiert wird, für punktgenaue und taktzeitgerechte Bauteilübergaben.‣ weiterlesen

Derzeit entwickeln sich die Funktionen und die Leistung von Scara-Robotern weiter. Neue Designs ermöglichen es kleineren Robotern, größere Aufträge zu bewältigen und hohe Auslenkungsgeschwindigkeiten zu erreichen, um die Taktzeit gering zu halten. Diese und weitere Entwicklungen lassen sich durch einen Blick unter die Haube der heutigen Scara-Roboter genauer untersuchen.‣ weiterlesen

Anzeige

Der Schwerlastroboter KR Titan von Kuka hat eine Lastaufnahme von 1.300kg und eine Wiederholgenauigkeit von ±0,1mm. Damit ist er in der Lage, seine eigenen, kleineren Artgenossen zu fertigen. Sein wichtigstes Handwerkszeug bei der Montage anderer Roboter ist eine Auswahl smarter Greifer.‣ weiterlesen

Anzeige

Mecademic hat eine neue Firmware für den sechsachsigen Roboterarm Meca500 veröffentlicht. Die Firmware 8 wurde völlig neu gestaltet und wird zukünftig die Basis für alle Roboter des Unternehmens sein. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige