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Nachbericht 5. Fachkonferenz Roboter in der Automobilindustrie

Montage in Bewegung

Die 5. Fachkonferenz Roboter in der Automobilindustrie fand diesmal in Schweinfurt und parallel zur Fachkonferenz Laser in der Automobilindustrie statt. Es standen Themen wie 5G in der Fahrzeugfertigung, Mensch/Roboter-Kollaboration, Robot Vision, künstliche Intelligenz sowie mobile Robotik und fahrerlose Transportsysteme im Mittelpunkt der Veranstaltung. Darüber hinaus luden eine Fachausstellung, interaktive Workshops und eine Startup-Session zur Vertiefung der Inhalte ein.

Die 5. Fachkonferenz Roboter in der Automobilindustrie fand dieses Jahr parallel zur Veranstaltung Laser in der Automobilindustrie statt. (Bild: SV Veranstaltungen GmbH)

Der erste Tag der Veranstaltung Roboter in der Automobilindustrie startete nach einer kurzen Einführung durch Dr. Werner Kraus, neuer Leiter der Abteilung Roboter- und Assistenzsysteme am Fraunhofer IPA, direkt mit dem ersten Vortragsblock. Mathias Mayer, Audi, referierte zum Thema 5G in der Fahrzeugfertigung. In einer Kooperation mit Ericsson hat Audi bereits ein 5G-Netz aufgebaut, das nach dem kommenden Release 16 echtzeitfähig sein wird. Als Anwendungsszenarien sind mobile Anwendungen mit FTS und Robotern sowie Augmented-Reality-Anwendungen geplant. Auch zukünftige Audi-Modelle sollen mit 5G-Fähigkeit ausgerüstet werden. Marius Rittstieg, BMW, berichtete von MRK-Applikationen im Hause BMW. Dabei handelt es sich um acht Anwendungen in der Montage und vier verschiedene Anwendungen im Bereich Intralogistik. Zum Einsatz kommen hier Leichtbauroboter, KI-gestützte Bilderkennung und smarte Scan-Handschuhe.

Aus der Welt der Roboterfirmen

Während Otmar Honsberg, Kuka Systems, das Assembly-in-Motion-Paket für den LBR iiwa vorstellte, widmete sich Dr. Michael Klos, Yaskawa, dem neuen Modell HC20DT, einem Cobot mit 20kg Traglast und einer Reichweite von 1.700mm. Für Yaskawa stehe beim Thema MRK vor allem die einfache Bedienbarkeit im Vordergrund, erläuterte er zudem. Holger Wirth, Isra Vision, stellte die Multi-Stereo-Vision-Technik mit vier Kameras vor, die eine 3D-Punktewolke erzeugt und vor allem für das Bin Picking eingesetzt werden kann. Eine interessante Applikation stellte Hakan Yilmaz, ABB, vor. Während im Bereich Powertrain Assembly bereits 95 Prozent der Anwendungen automatisiert ablaufen, sind es in der Endmontage lediglich 6 Prozent. Eine Schwierigkeit für Roboteranwendungen in diesem Bereich ist der Fließbetrieb. ABB hat nun eine Anwendung entwickelt, bei der die Karosserie auf einem FTS bewegt wird, während der Roboter sich zunächst der Geschwindigkeit des FTS anpasst und dann in der Bewegung z.B. eine Tür montiert oder ein Cockpit einbaut. Dies soll mithilfe einer Kombination aus einem Vision-System und einem Kraft/Momenten-Sensor realisiert werden. Als letzte Vortragende aus diesem Block referierten Martin Wurst und Meinhard Lutsch, Dürr, über die Analyse-Tools DXQequipment.analytics, Visual Analystics und Advanced Analytics zur Überwachung von Lackieranlagen.

In den Vorträgen drehte sich alles um Trendthemen wie Mensch/Roboter-Kollaboration, mobile Robotik oder 5G in der Fertigung. (Bild: SV Veranstaltungen GmbH)

Fachausstellung und interaktive Workshops

In den Pausen zwischen den Vorträgen lud die begleitende Fachausstellung mit Firmen, wie Kuka, Isra Vision, Panasonic, Nachi, Schunk, Yaskawa, Universal Robots, MKS, Fanuc, Cenit und Röltgen zum Vertiefen der Thematik ein. Besucher der Veranstaltung konnten jederzeit zur parallel stattfindenden Konferenz Laser in der Automobilindustrie wechseln. Im Anschluss an die Vorträge fanden am ersten Tag der Veranstaltung außerdem unter dem Titel World Cafés interaktive Workshops zu den Themen Anforderungen an moderne Robotersysteme, Sicherheit von Robotersystemen, Trends im Bereich MRK und mobile Robotik statt.

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Die 5. Fachkonferenz Roboter in der Automobilindustrie fand dieses Jahr parallel zur Veranstaltung Laser in der Automobilindustrie statt. (Bild: SV Veranstaltungen GmbH)


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