Anzeige
Anzeige
Anzeige

Haptische Sensoren verleihen Industrierobotern Tastsinn

Neue Arbeitsfelder erschließen

Monotone und repetitive Aufgaben in strukturierten Produktionsumgebungen werden heute bereits zu einem großen Teil automatisiert. Über diese Anwendungsbereiche hinaus kommt die industrielle Automatisierung jedoch schnell an ihre Grenzen. Haptische Sensoren verleihen Industrierobotern Tastsinn und erweitern somit die Automatisierungsmöglichkeiten.

Haptische Sensoren erweitern die Möglichkeiten der Automatisierung, verbessern aber auch die Performance bereits bestehender Applikationen. (Bild: OptoForce Ltd.)

Haptische Sensoren erweitern die Möglichkeiten der Automatisierung, verbessern aber auch die Performance bereits bestehender Applikationen. (Bild: OptoForce Ltd.)

Mit einer Dichte von 301 installierten Industrierobotern pro 10.000 Arbeitskräfte ist Deutschland das am viertstärksten automatisierte Land der Welt – nur übertroffen von Südkorea, Singapur und Japan. Auch Leichtbauroboter, die ohne Schutzumhausung direkt neben oder in Kollaboration mit Menschen arbeiten, haben in den letzten Jahren einen Beitrag zu dieser Quote geleistet. Doch damit eine Aufgabe sich allein mit der Kombination aus Roboterarm und Endeffektor automatisieren lässt, muss sie eine ganze Reihe an Anforderungen erfüllen. So muss es sich bei den Werkstücken z.B. um Objekte mit standardisierten Maßen handeln, die außerdem aus schwer verformbaren Materialien bestehen. Weiterhin ist es notwendig, dass sich die Objekte immer exakt an den im Roboter vorprogrammierten Positionen befinden. So werden heute in erster Linie monotone und repetitive Aufgaben, die geringe Ansprüche stellen, automatisiert.

Die neuen Sensoren samt mitgelieferter Software-Pakete sind u.a. kompatibel mit den Leichtbaurobotern von Universal Robots oder Kuka. (Bild: OptoForce Ltd.)

Die neuen Sensoren samt mitgelieferter Software-Pakete sind u.a. kompatibel mit den Leichtbaurobotern von Universal Robots oder Kuka. (Bild: OptoForce Ltd.)

Automatisierung anspruchsvoller Prozesse

Übersteigt die Komplexität eines Prozesses das Schema F, geriet die Automation bisher schnell an ihre Grenzen – und steckt deswegen in großen Bereichen der Industrie auch heute noch in den Kinderschuhen. Unstrukturierte Produktionsumgebungen und empfindliche Materialien sind nämlich keineswegs ein Ausnahmefall. Sie erfordern von einem Roboter Fingerspitzengefühl und die Anpassung der Wegpunkte in Echtzeit, um das gewünschte Resultat zu erzielen. OptoForce, Hersteller von haptischen Sensoren, hat sich genau diesem Problem angenommen und verleiht Leichtbaurobotern Tastsinn. Die Sensoren des Unternehmens bieten neue Anwendungsmöglichkeiten und der Automatisierung damit neue Perspektiven. Wirft man dieser Tage einen Blick auf industrielle Produktionshallen im deutschen Sprachraum, werden viele – auch sehr monotone – Arbeitsschritte von Menschen getätigt. Von menschlichen Händen, die vorsichtig mit empfindlichen Materialien umgehen, die in der Montage spüren, ob Teil A richtig mit Teil B verbunden wurde, die entgegenkommenden Kollegen ausweichen, statt sie umzurempel, die sich in einem unstrukturierten Arbeitsumfeld die richtigen Teile zusammensuchen. Konzerne reagieren auf diesen Umstand seit Jahren und Jahrzehnten mit der Verlegung von einfachen Produktionsschritten in Niedriglohnländer, während der Mittelstand hier oftmals eine teure und nur bedingt effiziente regionale Lösung finden muss. OptoForce bietet eine Möglichkeit, neue Prozesse zu automatisieren und somit die Effizienz einer Produktion zu steigern.

Haptische Sensoren verleihen Industrierobotern Tastsinn
Bild: OptoForce Ltd.


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

QB Robotics hat mit QB Softclaw einen Endeffektor für das UR-Ökosystem entwickelt. Mithilfe der selbst entwickelten Lösung Variable Stiffness Actuator kann der Greifer seine Greifkraft an das jeweilige Objekt anpassen. ‣ weiterlesen

Das Qirox-Lösungspaket von Carl Cloos Schweißtechnik inklusive Roboter zeichnet sich durch die modulare Bauweise der gesamten Mechanik aus. Vom Roboterfuß bis zum Handgelenk sind alle Komponenten des Roboters aufeinander abgestimmt. Durch den Einsatz verschiedener Baugruppen erhalten Anwender für jede Produktionsanforderung einen maßgefertigten Roboter. Die Modelle der WM-Serie sind für Standardschweißprozesse konzipiert. Sie zeichnen sich durch eine kompakte Bauform aus. Deshalb eignen sie sich für den Einsatz in Kompaktzellen und -anlagen. Der Qirox QRC-300 ist ein sechsachsiger Knickarmroboter. Der Roboter kommt stehend oder in Überkopfposition zum Einsatz und ist auf einem Sockel oder direkt an einem Roboterpositionierer montiert.  ‣ weiterlesen

Anzeige

Mit der sogenannten Forschungszulage können Unternehmen mit Sitz in Deutschland eine Steuergutschrift von bis zu 1Mio.€ pro Jahr erhalten, wenn sie forschen und entwickeln. Interessant ist das insbesondere für mittelständische Unternehmen. Die Spanne der förderwürdigen Projekte ist breit: Unternehmen können die Forschungszulage nicht nur für Grundlagenforschung erhalten, sondern auch für industrielle Forschung, Auftragsforschung oder die Entwicklung neuer Produkte.‣ weiterlesen

Anzeige

Die Smartshift Robotbase von Smart Cobotix soll es möglich machen, Cobots in wenigen Sekunden umzusetzen und für eine neue Aufgabe einzusetzen. Anwender müssen dabei den Roboter weder nachprogrammieren noch neu ausrichten. So kann ein Roboter für mehrere Maschinen hintereinander, z.B. bei kleinen Stückzahlen, genutzt werden. Der Roboter wird einfach umgespannt.  ‣ weiterlesen

Anzeige

Yaskawa hat eine neue Generation Punktschweißroboter vorgestellt, die einen Traglastbereich von 80 bis 235kg abdecken. Verbesserungen liegen insbesondere auf der Controller- und Antriebsseite, in den Funktionspaketen und beim Bahnplaner, der für die Bewegungsmuster des Punktschweißens weiter angepasst wurde. ‣ weiterlesen

Anzeige

Kuka hat eine neue Version der Simulationssoftware Kuka.Sim 4.0 vorgestellt. Mit der neuen Version können Details und Abläufe von Roboterapplikationen vor der Inbetriebnahme realistisch simuliert und anschließend zu 100 Prozent auf die echte Steuerung übertragen werden. Neben dem Import von CAD-Daten ermöglicht die neue Version die einfache Offline-Programmierung des Roboters und eine schnelle Taktzeitanalyse. ‣ weiterlesen