Anzeige

Prüfung von Radarkomponenten

Assistenzsysteme auf dem Prüfstand

Die zunehmend eingesetzten Fahrerassistenzsysteme benötigen Radarsensoren. Eine zuverlässige Funktion deren sicherheitskritischen Hochfrequenzsensorik ist nur mit fundiertem Qualitätsmanagement zu gewährleisten. Ein neues Konzept, um große Stückzahlen sicher zu kalibrieren und zu prüfen, setzt auf die Kombination von Roboterarm und Prüfzelle.

Anlage aus Roboterarm und Prüfzelle vorgestellt am Productronica-Messestand. (Bild: Engmatec GmbH)

Anlage aus Roboterarm und Prüfzelle vorgestellt am Productronica-Messestand. (Bild: Engmatec GmbH)

Das neue Konzept, mit dem Radarsensoren in großen Stückzahlen sicher kalibriert und einer zuverlässigen Endkontrolle zugeführt werden, zeigte Engmatec auf der Pro-ductronica. In diesem Rahmen präsentierte der Anbieter von Montage- und Prüflinien auf seinem Messestand beispielhaft eine Inline-Anlage bestehend aus Roboterarm und Prüfzelle. Sie lässt sich in Produktionslinien integrieren und testet versiegelte Radarsensoren mit Arbeitsfrequenzen zwischen 24 und 70GHz bei Reichweiten von 2 bis 200m. Das Be- und Entladen des Prüfsystems wird von einem kollaborierenden Roboter übernommen, der ohne Schutzumhausung arbeitet. Als Prüflinge kamen Modellautos zum Einsatz, die Messebesucher als Andenken behalten durften.

Abgeschirmte Prüfzelle bestücken

Um bei der Prüfung von Radarsensoren Störungen auszuschließen, muss der Testbereich besonders abgeschirmt werden. Dies gilt sowohl für externe Einflüsse, z.B. Handyfunk von Mitarbeitern oder Störimpulse von Frequenzumrichtern, wie auch für die interne Strahlung aus dem Prüfbetrieb selbst. Mit einem Roboter werden die Sensoren in eine strahlungsdichte Kammer eingebracht. Dafür greift er per Sauggreifer den Prüfling auf der Eingabeseite auf. Ist kein Sensor da, prüft er weitere Zuläufe. Der Sensor wird in das sogenannte Nest der Zuführ-Schublade abgelegt und diese wird entriegelt. Der Roboter schließt dann die Schublade und bringt so den Prüfling in den mit Absorbermaterial ausgekleideten Testraum ein. Er eignet sich für Baugruppen zwischen 90x63x20mm und 120x85x28mm. Nach ca. 3s Testlauf öffnet der Roboterarm die Schublade, entnimmt den Prüfling und legt ihn auf der Ausgabeseite ab. Dann startet der Vorgang von neuem. Das Verfahren ist flexibel aufgebaut und lässt sich leicht an unterschiedliche Fertigungslinien und Produkte anpassen.

Prüfung von Radarkomponenten
Bild: Engmatec GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

In der aktuellen Trendumfrage hat ROBOTIK UND PRODUKTION wieder namhafte Experten befragt, diesmal zum Thema Roboter in IoT und Cloud. Dabei ging es um Ressourcen moderner Clouds, Sprachsteuerung und Echtzeitfähigkeit. Es antworteten Christoph Groll, Head of IIoT Solutions bei Kuka, Nils Tersteegen, Marketingleiter bei Fanuc Deutschland, und Jan Metzner, Specialist Solutions Architect IoT, EMEA bei Amazon Web Services.‣ weiterlesen

Bei dem neuen Roboter-Rollfalzverfahren Smart Hemmer von Comau handelt es sich um eine kompakte, symmetrische Rollfalzvorrichtung, die komplexe Nähte schnell, flexibel und präzise falzt. Die Lösung eignet sich vor allem für Elektro-, Hybrid- und herkömmliche Leichtfahrzeuge, da sie es Autoherstellern ermöglicht, verschiedenartige Werkstoffe mit Hilfe eines Kaltverfahrens bei vollständiger Prozesskontrolle zu verbinden. 

Das Robotik-Startup Acutronic Robotics hat ein neuartiges Framework für Deep Reinforcement Learning (DRL) in der modularen Robotik entwickelt. ROS2Learn bietet einen Ansatz, bei dem der Roboter direkt mit den üblichen Roboterwerkzeugen trainiert werden kann.

Anzeige

Die Yamaha Factory Automation Section, eine Unterabteilung der Yamaha Motor Robotics Business Unit, hat ein Europa-Büro eröffnet, um den Support für Vertriebspartner und Kunden von industriellen Robotersystemen und -produkten zu verstärken.

Der Polygreifer, entwickelt am Fachgebiet trennende und fügende Fertigungsverfahren der Universität Kassel, kann auf Roboterarme montiert werden und Werkstücke verschiedener Materialien greifen und tragen.

Piab hat das weiche Greifwerkzeug Pisoftgrib speziell für die Lebensmittelindustrie entwickelt. Der Vakuum-basierte weiche Greifer ist dafür geeignet, empfindliche und leichte Objekte mit unregelmäßigen Formen und/oder ungewöhnlichen Oberflächen zu fassen. Er ist ebenfalls verwendbar für das Bin Picking kleiner Gegenstände, wie Spielzeug.

Anzeige
Anzeige
Anzeige