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MRK-Anwendungen auslegen und vorab prüfen

Simulation für die Kollaboration

Mit dem LBR iisy hat Kuka nach dem LBR iiwa in diesem Jahr ein zweites Robotermodell vorgestellt, das auf eine direkte Zusammenarbeit mit dem Menschen ausgelegt ist. Aber auch MRK-Applikationen müssen analog zu klassischen Roboterapplikationen sorgfältig geplant werden und bereits vor der Installation müssen alle Fragen zum Aufbau oder zur Bewegungsgeschwindigkeit des Roboters geklärt sein. Speziell auf kollaborative Anwendungen ausgelegte Tools setzen hier an und können den Entwurf von MRK-Zellen unterstützen.

Die App HRC Guide von Kuka ist für die Auslegung von kollaborativen Anwendungen konzipiert. (Bild: Kuka AG)

Die App HRC Guide von Kuka ist für die Auslegung von kollaborativen Anwendungen konzipiert. (Bild: Kuka AG)

Bei der direkten Zusammenarbeit von Mensch und Roboter spielen Parameter wie die bewegte Masse, die Form des Bauteils oder des Werkzeugs eine ebenso bedeutende Rolle wie die Körperteile des Menschen, die sich im kollaborierenden Arbeitsbereich befinden. Darüber hinaus muss unterschieden werden, ob der Mensch bei einer Kollision ausweichen kann. Bei der Beantwortung all dieser Punkte helfen Simulationen. Mit entsprechenden Tools kann es also gelingen, bereits vor Aufbau einer Anlage Aussagen über Zykluszeiten oder Durchsatz zu erhalten – auch im Bereich MRK. So kann die Umsetzbarkeit und Wirtschaftlichkeit einer Applikation überprüft werden.

Ermittlung erlaubter Geschwindigkeiten

Im Auftrag der Berufsgenossenschaft und unter ärztlicher Aufsicht hat das Fraunhofer IFF in Magdeburg an Personentests geprüft, wie schnell die Kollision von Roboterarmen mit menschlichen Körperteilen zu Verletzungen führen kann. Die ermittelten Schmerzgrenzen wurden in eine Datenbank mit den Versuchsrandwerten (z.B. Körperteil, Masse, Geschwindigkeit, Form des Bauteils) übernommen. Auf diese Datenbank greift ein neues Simulations-Tool von Kuka zu und gibt für den konkreten Anwendungsfall die zulässige Geschwindigkeit aus.

MRK-Anwendungen auslegen und vorab prüfen
Bild: Kuka AG


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