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Kollaborative Robotik im industriellen Einsatz

Vorteile von Cobots

Bei all den Vorteilen, die ein Cobot mit sich bringen kann, bedeutet das nicht, dass traditionelle Industrieroboter nicht mehr benötigt werden. Cobots haben jedoch Einfluss auf die Entwicklung von Industrierobotern. Viele der Sicherheitsfunktionen, die zuerst bei kollaborativen Robotern zu sehen waren, werden zum Standard bei den industriellen Versionen. Darüber hinaus sind Cobots benutzerfreundlich, erweiterungsfähig und bieten eine hohe Flexibilität in Bezug auf ihren Einsatzbereich.

Cobots können an der Seite von Menschen arbeiten und eine äußerst vielseitige Option für Unternehmen in Fertigung, Verarbeitung und Montage sein. (Bild: Mitsubishi Electric Europe B.V.)

Cobots können an der Seite von Menschen arbeiten und eine äußerst vielseitige Option für Unternehmen in Fertigung, Verarbeitung und Montage sein. (Bild: Mitsubishi Electric Europe B.V.)

Wenn neue Lösungen auf den Markt kommen, können sie entweder die etablierten Denkweisen grundlegend verändern oder sie können das Interesse an einem Bereich neu entfachen, der vielleicht aus dem Blickfeld geraten war. Zu den Schlüsselelementen, die dieses Interesse wecken, gehören visuelle Programmierung, direktes Teachen, Kollisionserkennung, integrierte Bildverarbeitung und erweiterte Sicherheitsfunktionen. Das beinhaltet auch einen Einsatz des Cobots ohne physische Schutzvorrichtungen. Kollaborative Maschinen können das Niveau von Industrierobotern erreichen und gleichzeitig die Produktivität in der Fabrik erhöhen. Außerdem unterstützen sie datengesteuerte, intelligente Abläufe, bei denen die von Cobots generierten Informationen wertvolle Erkenntnisse zur Aufrechterhaltung der Höchstleistung liefern können. Sie sehen gut aus und haben ein schlankes Design ohne Einklemmstellen oder scharfe Ecken, was sie zu einer attraktiven Option für viele Anwendungen macht.

Der Melfa Assista von Mitsubishi Electric ist ein kollaborierender Roboter mit den Eigenschaften eines Industrieroboters. (Bild: Mitsubishi Electric Corporation, Japan)

Der Melfa Assista von Mitsubishi Electric ist ein kollaborierender Roboter mit den Eigenschaften eines Industrieroboters. (Bild: Mitsubishi Electric Corporation, Japan)

Benutzerfreundlichkeit

Mit der Weiterentwicklung der Robotertechnik hat sich auch die Benutzerfreundlichkeit und die Integration mit Peripheriegeräten verbessert. Was früher den Spezialisten vorbehalten war, soll nun für alle zugänglich sein, und das ist tatsächlich einer der größten Vorteile beim Einsatz von Cobots. Die kollaborativen Roboter ermöglichen eine grafische Programmierung mit Icons für die Funktionen und Flussdiagrammen für den Ablauf des Prozesses. Das reduziert die Komplexität der Programmierung sowie die Entwicklungs- und Umsetzungszeit. Die Bewegung der Cobot-Achsen kann manuell vorgenommen werden, indem der Roboterarm in die gewünschten Positionen geführt wird. Die Konfiguration des Greifers des Roboters erfolgt über grafische Parameter. Wenn Bildverarbeitungssysteme angeschlossen werden, kann dies bei dem Melfa Assista von Mitsubishi Electric direkt mit einem intuitiven Software-Assistenten erstellt werden ohne diverse Parameter selber einzustellen. Er ist auch in der Lage, andere wichtige Funktionen wie die Kalibrierung eines Koordinatensystems mithilfe von künstlicher Intelligenz automatisch durchzuführen. Letztlich benötigen Unternehmen, die Cobots in ihren Produktionslinien installieren, zunächst nicht dasselbe Maß an Roboter- oder Programmierkenntnissen wie für Standardindustrieroboter. Eine schnelle Einrichtung kann die Zeit, die für die Inbetriebnahme des Systems benötigt wird, drastisch verkürzen und gleichzeitig schnelle Änderungen ermöglichen.

Erweiterungsfähigkeit

Nicht nur die Cobots sind einfach zu bedienen. Features wie Bildverarbeitungssysteme und Endeffektoren werden so konzipiert, dass sie das gleiche Niveau an Benutzerfreundlichkeit erreichen. Genauer gesagt bieten viele Komponenten Plug&Play-Funktionen, sodass sie leicht mit den Roboterarmen verbunden werden können. Es müssen keine Verdrahtung vorgenommen und keine Adapter entworfen und hergestellt werden, wodurch die gesamte Automationsinfrastruktur weiter vereinfacht und gleichzeitig die Flexibilität unterstützt wird. Die Benutzer können zudem die Komponenten leicht austauschen, um eine Vielzahl unterschiedlicher Anwendungen zu unterstützen.

Kollaborative Robotik im industriellen Einsatz
Bild: Mitsubishi Electric Europe B.V.


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