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Forschungsprojekt entwirft mobilen Reinigungsroboter

Es saugt und wischt der Roboter

Im Forschungsprojekt ‚Baker‘ ist der Prototyp eines mobilen Reinigungsroboters entstanden, der durch seine modulare Bauweise verschiedene Aufgaben erledigen kann. Neben einem Nassreinigungs- und einem Staubsaugermodul wurde auch ein Roboterarm entwickelt, der Papierkörbe selbstständig leeren kann. So soll menschliches Reinigungspersonal zukünftig entlastet und unterstützt werden.

26. Oktober 2018 Leipzig, Uni-Klinik Leipzig, Deutschland, [Foto: KAY HERSCHELMANN Telefon:+49 (0)30-2927537 Mobil: +49 (0)171 26 73 495 email: Kay.Herschelmann@t-online.de] (Bild: Fraunhofer-Institut f. Arbeitswirtschaft)

Der Reinigungsroboter mit Nassreinigungsmodul beim Praxistest in einem Krankenhaus (Bild: Dussmann Group/Fotograf: Kay Herschelmann)


Ziel des Projekts ‚Baker‘ (Baukastensystem für kosteneffiziente, modulare Reinigungsroboter) war es, einen Serviceroboter zu entwickeln, der einfach an unterschiedliche Reinigungsaufgaben anpassbar ist. Damit kann er das Reinigungspersonal entlasten und bei seiner Arbeit unterstützen – idealerweise die ganze Nacht hindurch. Diese Unterstützung ist hinsichtlich der Herausforderungen der Branche wie dem steigenden Kostendruck, Personalmangel und der Personalfluktuation entscheidend. Zudem eignet sich ein Reinigungsroboter besonders für sensible Bereiche, in denen sonst nur vertrauenswürdiges Personal reinigen könnte. Im Projekt sind eine autonom navigierende mobile Roboterplattform, Module für die Nassreinigung und das Staubsaugen sowie ein flexibel einsetzbarer Roboterarm entstanden. Je nach Ort und Reinigungsvorgang kann der Roboter das passende Modul selbst auswählen und aufnehmen.

Der Reinigungsroboter mit dem Modul zum Staubsaugen bei der Erprobung in den Büroräumen der Dussmann-Hauptverwaltung in Berlin (Bild: Fraunhofer IPA)

Detaillierte Reinigungsplanung

Seine Arbeit plant der Roboter auf Basis der vorliegenden Objektinformationen wie dem Raumbuch, das grundlegende Informationen zu den einzelnen Räumen beinhaltet, sowie dem Revierplan, der die dort zu erbringenden Leistungen definiert. Mit diesen Informationen kann der Roboter die zu reinigende Fläche automatisch in einzelne Räume segmentieren. Darauf aufbauend errechnet er eine optimale Reinigungsreihenfolge und generiert systematische Fahrmuster für die Inspektion oder flächige Reinigung in den Räumen. Hierbei wird auch berücksichtigt, wo gesaugt und wo nass gewischt werden muss. Nachdem die Reinigung beendet ist, erhält der Anwender ein digitales Reinigungsprotokoll, das alle ausgeführten Tätigkeiten dokumentiert und so für Transparenz sorgt.

Variable Reinigungsfunktionen

Bei den entwickelten Reinigungsmodulen war es wichtig, dass der Roboter diese automatisch wechseln kann und zukünftig weitere Module ergänzt werden können. „Mögliche Anwender müssen den Roboter bestmöglich auslasten können. Denn das ist für einen wirtschaftlichen Einsatz essenziell“, erklärt Dr. Birgit Graf, Leiterin des Baker-Projekts und Gruppenleiterin am Fraunhofer IPA.

Der Roboterarm kann Papierkörbe selbstständig erkennen, greifen und den Inhalt in einen Sammelbehälter entleeren. (Bild: ©Rainer Bez/Fraunhofer IPA)

Der Roboterarm kann Papierkörbe selbstständig erkennen, greifen und den Inhalt in einen Sammelbehälter entleeren. (Bild: ©Rainer Bez/Fraunhofer IPA)

Forschungsprojekt entwirft mobilen Reinigungsroboter
Bild: Fraunhofer IPA


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