Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Flexible Produktionssysteme zum kaltumformenden Fügen von Blechbauteilen

Intelligente Roboterzangen

Die Automatisierung von Prozessen beim kaltumformenden Fügen von Blechbauteilen erfordert flexible Produktionssysteme. Multitechnologiesysteme bestehend aus einer Steuerung und einem intelligenten Busknoten in Kombination mit einem umfangreichen Zangenbaukasten leisten hier wertvolle Hilfestellung.

Bei der Steuerung Tox-HMI können mit einer Software mehrere Zangen, die für unterschiedliche Fügeverfahren ausgestattet sind, gesteuert werden. (Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG)

Bei der Steuerung Tox-HMI können mit einer Software mehrere Zangen, die für unterschiedliche Fügeverfahren ausgestattet sind, gesteuert werden. (Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG)

Das Unternehmen Tox Pressotechnik hat sich sowohl auf Fügetechnologien als auch auf wirtschaftliche Produktionseinrichtungen bei der Fertigung von Karosserien und Blechbauteilen spezialisiert. Der Leistungsumfang erstreckt sich von Blechverbindungs- oder Fügeverfahren über Antriebszylinder zur Presskrafterzeugung und Fördertechnik für die Fügeelemente bis hin zur Systemsteuerung und der Prozessüberwachung samt Software. In Gestalt von Multitechnologiesystemen, bestehend aus der Steuerung als zentralem Baustein sowie dem peripheren Baustein Tox-ZVK, erhalten Kunden komplette Lösungen, die durch hohe Produktionsleistung, Flexibilität und überwachte Prozesse gekennzeichnet sind. In enger Abstimmung werden dabei aus dem unternehmenseigenen Baukasten zum einen Zangen (C-Bügel in Standard- oder kundenspezifischer Sonderausführung) und zum anderen Antriebe (pneumohydraulische Zylinder der Baureihe Tox-Kraftpaket oder elektromechanische Servoantriebe der Baureihe Tox-ElectricDrive) ausgewählt. Diese wiederum werden mit den entsprechenden Setzköpfen und Matrizen zur automatisierten Verarbeitung z.B. von Halbhohlstanz-, Vollstanz- oder Clinch-Nieten sowie Funktionselementen bestückt. Die Zangen sind wahlweise auch mit einem matrizenseitigen Antrieb ausgerüstet.

Die Roboterzange von Tox Pressotechnik verfügt über den Servoantrieb Tox-ElectricDrive. (Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG)

Die Roboterzange von Tox Pressotechnik verfügt über den Servoantrieb Tox-ElectricDrive. (Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG)

Intelligenter Busknoten

Die Roboterzangen, Peripheriemodule, Prozessgeräte und Motion-Controller sind per Industrial Ethernet (Ethercat) mit der Steuerung verbunden. Der intelligente Busknoten ZVK bereitet Datensignale auf und ist zugleich auch Datenspeicher. Status- und Konfigurationsdaten werden remanent im Datenspeicher abgelegt und sind auch nach einem Spannungsabfall verfügbar. Analogsignale werden vor der Übertragung digital aufbereitet. Zu den Daten, die eine Fügezange liefert, gehören selbstverständlich Wartungs- und Standzeitzähler. Predictive Maintenance benötigt laufend aktualisierte Zählerstände, um effizient betrieben werden zu können. Jede Fügezange führt daher eigene Zählerstände mit sich und kann damit individuell gewartet werden. Darüber hinaus können weit mehr sensorisch erfasste Daten an die Steuerung übertragen werden. Sowohl Temperaturzustände als auch Zykluszeiten einzelner Bewegungen, Drücke, Spannungen, Ströme oder Füllstände sind Informationen, die zum Steuern und Regeln eines Technologiesystems erforderlich sind. Diese Sensordaten erlauben im Ernstfall ein gezieltes, schnelles Eingreifen, sofern das System nicht selbst schon aktiv geworden ist.

Elektronisches Datenblatt

Das Vorhalten von Konfigurationsdaten auf dem Busknoten vereinfacht ebenfalls die Instandhaltung der Fügegerätschaften. Mit Hilfe des elektronischen Datenblattes, das auf dem Busknoten abgelegt ist, können Zangenwechsel in kurzer Zeit durchgeführt werden. So meldet sich die Fügezange bei einem Zangenwechsel wieder automatisch an der Steuerung an. Das Merkmal Autokonfiguration hilft zudem, Ausfallzeiten im Falle eines Anlagenstillstands zu reduzieren. Daten, die von einer Fügezange zur Steuerung gesendet werden, sind im Datenvolumen reduziert aufbereitet. Das spart Bandbreite in der Kommunikation im Anlagenumfeld. Die unterschiedlichen Signalanforderungen der verschiedenen Technologien werden über die Busleitung gebündelt. Das Kabelpaket als verbindendes Element zwischen Fügezange und Steuerung ist einheitlich aufgebaut. Somit können an einem Roboter verschiedene Technologien über dasselbe Kabelpaket betrieben werden. Auch Erweiterungen der externen Peripherie, z.B. Werkzeugwechsler oder Sprühmittelbehälter, werden über den Ethercat-Systembus in das Technologiesystem eingebunden.

Intelligente Roboterzangen
Bild: Tox Pressotechnik GmbH & Co. KG


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

8,5t Eigengewicht, eine Traglast bis 2,3t und eine Reichweite von 3,7m: So lauten die Leistungsdaten des größten Industrieroboters der Welt. Trotzdem muss der Fanuc M 2000iA/2300 eine hohe Genauigkeit bieten. Mit einem integrierten Messsystem lässt sich einfach sicherstellen, dass Kinematik und Greifer stets korrekt eingestellt bzw. ausgerichtet sind.‣ weiterlesen

Anzeige

Fipa hat sein Greifersortiment um die Flächengreifer der FSG-Serie ergänzt. Die Flächengreifer werden mit einem verschleißarmen Dichtschaum oder Einstecksaugern in zwei Größen und optionaler Vakuumversorgung angeboten. ‣ weiterlesen

Anzeige

Schunk hat zwei neue Magnetgreiferversionen im Portfolio. Zur bisherigen Produktfamilie, den einpoligen EMH-RP, kommen der EMH-DP mit zwei Polen sowie der EMH-MP mit vier Polen hinzu. ‣ weiterlesen

Anzeige

ABB hat sein Portfolio an Großrobotern um zwei neue Produktfamilien erweitert. Die ABB-Roboter der Typen IRB 5710 und 5720 zeichnen sich durch eine höhere Geschwindigkeit, Präzision und Flexibilität sowie ein robusteres Design mit integrierter Verkabelung aus. ‣ weiterlesen

Anzeige

Roboterhersteller Fanuc erweitert seine Produktpalette um die drei neuen kollaborativen Leichtbauroboter-Modelle CRX-5iA, CRX-20iA/L und CRX-25iA, die die Modelle CRX-10iA und CRX-10iA/L ergänzen.‣ weiterlesen

Anzeige

Neura Robotics zeigt auf der diesjährigen Automatica die Weiterentwicklung des Cobots Maira. Die integrierte künstliche Intelligenz, die Mehrfachsensorik sowie die Menschenerkennungsfunktion Neura Safe Human Detection sollen für eine sichere Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine sorgen, indem sich z.B. über eine integrierte Spracherkennung Befehle erteilen lassen.  ‣ weiterlesen