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Tipps für Entwicklerteams

Neun Schlüsselfaktoren

Im IoT-Markt gilt: Unternehmen, die angesichts des geschäftlichen Potenzials in den Markt einsteigen wollen, sollten ganz zu Anfang wichtige Grundentscheidungen treffen. Denn nur dann können sie ein produktives und zukunftsfestes sowie sicheres Robotiksystem aufbauen.

 (Bild: Canonical Group Limited)

(Bild: Canonical Group Limited)

Was sollten Unternehmen bei der Roboterentwicklung beachten, bevor sie damit beginnen? Diese neun Schlüsselfaktoren sind wichtig:

  • • Ein konsistentes Betriebssystem: Das Betriebssystem, das während des Entwicklungsprozesses des Roboters verwendet wird, sollte auch im Betrieb verwendet werden (oder zumindest mit diesem eng verwandt sein).
  • • Software-Stack-Kompatibilität: Wer ein Betriebssystem wählt, das nicht mit der erforderlichen Technik kompatibel ist, begibt sich auf sehr dünnes Eis. Denn während das Entwicklerteam mühsam alle Komponenten zusammensucht, gehen die Wettbewerber längst mit ihren Produkten auf den Markt. Wer bei der Bewertung potenzieller Betriebssysteme diese Anforderung im Hinterkopf hat, trägt später zu einem raschen Entwicklungsprozess bei.
  • • Hardwarekompatibilität: Aus dem gleichen Grund wie bei Software sollte auch die Hardwarekompatibilität zu Anfang geklärt werden. Es dauert eine beträchtliche Zeit, bis sichergestellt ist, dass die Komponenten zusammenarbeiten.
  • • Vertrautheit des Entwicklungsteams: Bei der Entwicklung eines Produkts ist die Geschwindigkeit ein zentraler Faktor. Die Entscheidung für eine Programmiersprache hängt stark mit der Vertrautheit des Teams mit derselben zusammen. Genauso gilt: Wenn das Entwicklerteam nicht bereits mit dem Betriebssystem vertraut ist, verzögert sich die Markteinführung des Roboters.
  • • Einfache Systemintegration: Ein Roboter ist selten ein eigenständiges Gerät. Oft muss er nahtlos mit anderen Geräten interagieren. Cloud Robotics, Sprachverarbeitung und maschinelles Lernen sind Anwendungsfälle, die alle davon profitieren können, wenn die Informationen in einer Serverfarm verarbeitet werden, und nicht in einem Roboter mit eingeschränkten Ressourcen. Wenn möglich, sollte auf dem Roboter dasselbe Betriebssystem wie in der Cloud verwendet werden. So wird das Domain-Wissen nicht aufgeteilt. Gleichzeitig werden die gleichen Prozesse beibehalten, wodurch die Entwicklungszeit der Client- und Serverkomponenten verkürzt wird.
  • • Verfügbarkeit des Supports: Jeder Techniker kommt an den Punkt, an dem er Hilfe benötigt. Wenn er Hilfe mit dem Betriebssystem braucht, wendet er sich häufig an die Community, die sich um eine Distribution gebildet hat. Auf den Community Support sollte man sich jedoch nie im geschäftlichen Einsatz verlassen. Robotikentwickler sollten ein Betriebssystem mit kommerziellen Support-Optionen wählen, mit denen sie vorhersehbar und zuverlässig Rat einholen und Probleme schnell lösen können.
  • • Software-Update-Prozess: Sobald ein Roboter von der Entwicklung in die Produktlebenszyklen Produktion und Wartung übergeht, kommen neue Faktoren zum Tragen. Ein wichtiger Punkt ist der Software-Update-Prozess. Wenn ein Bug entdeckt wird oder das Unternehmen neue Funktionen auf das Gerät aufspielen will, sollte das schnell und kostengünstig möglich sein, ohne dass es zu Frustration beim Kunden führt.
  • • Langzeit-Support: Neben der Art der Betriebssystemaktualisierungen ist der zugesagte Update-Zeitraum wichtig. Bestimmte Versionen von Betriebssystemen werden normalerweise nur für einen festgelegten Zeitraum unterstützt. Wenn der Support für das Betriebssystem kürzer ist als die zu erwartende Lebensdauer des Roboters, läuft dieser Gefahr, gegen Sicherheitslücken nicht mehr geschützt zu sein.
  • • Sicherstellen einer rentablen Lebensdauer: Eine gute Möglichkeit für die Kundenbindung und zum Verlängern der Lebensdauer des Roboters ist ein entsprechender App Store.
Tipps für Entwicklerteams
Bild: Canonical Group Limited


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