Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Anforderungen an Industriekameras als Augen des Roboters

Perfektes Design

Der Robotik-Markt wächst – laut Roboter-Weltstatistik 2015 der IFR wird sich die Anzahl verkaufter Industrieroboter bis 2018 auf rund 400.000 verdoppeln. Umso wichtiger ist es, den komplexen Aufbau eines Robotersystems, von der Mechanik bis zur Steuerung, durch einfach integrierbare Komponenten zu unterstützen. Industriekameras können dazu als ‚Augen des Roboters‘ dank konsequenter Design- und Funktionsanpassung einen wichtigen Beitrag leisten.
D ie Einsatzumgebung industrieller Robotersysteme sind von rauen Bedingungen wie Schmutz sowie Erschütterungen und Vibrationen in der Anlage geprägt. Dies stellt an die eingesetzten Komponenten hohe Anforderungen: Oft ist deshalb die Schutzart IP65 gefordert. Standardindustriekameras mit IP20/40-Schutzart müssen deswegen in ein separates Schutzgehäuse integriert werden. Selbst wenn die höhere Schutzklasse nicht erforderlich wäre, ist für viele Anwendungen ein Schutz des Objektivs vor Verschmutzungen oder Verstellungen nötig. Beide Situationen erfordern ein separates Gehäuse, das jedoch eine zusätzliche Systemkomponente mit entsprechenden Zusatzkosten für Beschaffung, Umgehäuse, Kabeldurchführungen, Kameramontage im Gehäuse sowie Lagerhaltungen im Servicefall darstellt. Mit einem separaten Schutzgehäuse kann jedoch eine flexible Lösung für unterschiedliche Bildverarbeitungsaufgaben geschaffen werden. Industriekameras mit verschiedenen Auflösungen, Bildraten und Funktionalitäten können entsprechend den jeweiligen Anforderungen einfach ausgetauscht werden. Nachteilig ist neben dem finanziellen Mehraufwand jedoch das zusätzliche Gewicht der Kamera im Schutzgehäuse und die für Automatisierungsanwendungen eher ungeeigneten Kabel und Steckverbinder. So werden zur Datenübertragung typischerweise GigE-Kabel mit RJ45-Steckverbindern eingesetzt. Diese sind entweder mit Rastnasen für den Bürobedarf oder mit verschraubbaren Steckern als Sonderlösung ausgelegt, die eigens beschafft werden müssen. Als Prozessinterface sowie zur separaten Stromversorgung wird (von früheren Analogkameras abgeleitet) in vielen Fällen ein Hirose-Stecker verwendet, was oft zu einem hohen Konfektionierungsaufwand führt. In der Automatisierungsbranche werden jedoch weltweit vorrangig M12- oder M8-Steckverbinder genutzt. Diese sind in vielen unterschiedlichen Ausführungen standardisiert und es stehen international verschiedene Kabelarten zur Verfügung. Das M12-Standardsteckverbinderprogramm wurde zusätzlich mit einem achtpoligen X-codierten Steckverbinder erweitert, der für die Anforderungen an die Kommunikation innerhalb einer Anlage spezifiziert und für den steigenden Datentransfer bildverarbeitungsgestützter Automatisierungsaufgaben ausgelegt ist. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Verbindung zunehmend auch in der gesamten Kommunikation von Robotersystemen und den Leitzentralen durchsetzt, um die wachsende Datenkommunikation z.B. über Profinet industrietauglich zu realisieren. Selbst eine 10GigE-Datenübertragung ist mit diesem Steckverbinder möglich.

Industriekameras als Augen des Roboters
Bild: Baumer GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Bahr zeigt auf der Automatica einen Querschnitt seiner Produktpalette, u.a. Lineareinheiten mit unterschiedlichen Antriebs- und Führungskonzepten für den variablen Systemaufbau und die unkomplizierte Einbindung in Automatisierungssysteme. ‣ weiterlesen

Anzeige

Am Ende hat es mit der Regierungsbildung ja doch noch geklappt. Dr. Angela Merkel ist zum vierten Male in Folge zur Bundeskanzlerin gewählt worden. Und zum vierten Male steht in den To-Do-Listen des Koalitionsvertrages und von Merkels Regierungsprogramm die Digitalisierung wieder ganz oben an. Beobachter fragen sich: Wozu? Deutschland hat die letzten zwölf, dreizehn Jahre auch ohne dieses neumodische Zeug gemeistert.‣ weiterlesen

Anzeige

Auf der Rehacare im vergangenen Jahr hatte Lio seinen ersten Auftritt in der Öffentlichkeit. F&P Robotics zeigte den einarmigen Serviceroboter, der einige der Probleme lösen soll, die mit dem demografischen Wandel der Gesellschaft einhergehen: erhöhte Anforderungen in der Seniorenbetreuung, zunehmender Kostendruck und eine steigende Zahl von Menschen, die auf Unterstützung im Alltag angewiesen sind. Doch der Hersteller des mobilen Roboters denkt bereits weiter.‣ weiterlesen

Anzeige

Ein primäres Antikörper-Screening kann bei der Entwicklung neuer Wirkstoffe gegen Erkrankungen des zentralen Nervensystems und immunologische Störungen wertvolle Dienste leisten. Eine auf diese Anwendung ausgerichtete automatisierte Arbeitszelle für die Pharmaindustrie setzt auf moderne Robotik - und beschleunigt den Prozess, indem sie das Screening von Milliarden von antikörperproduzierenden B-Zellen ermöglicht.‣ weiterlesen

Anzeige

Homag und Kuka haben auf der Messe Holz-Handwerk den Abschluss einer strategischen Partnerschaft bekanntgegeben. Vereinbart wurde die Zusammenarbeit bei globalen Entwicklungsprojekten.‣ weiterlesen

Anzeige

Forscher am Fraunhofer IPA und der Universität Stuttgart entwickeln aktuell eine automatisierte Fassadenbegrünung mit modularem Aufbau. Sie soll die aufwendige und teure manuelle Pflege überflüssig machen. Denn alle anfallenden Arbeiten sollen künftig Roboter erledigen.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige