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Neues Modell der Scara-Serie von Kawasaki

Mehr Hub, größere Nutzlast

2019 wurde ein neues Modell der zweiarmigen Kawasaki-Scara-Roboterserie DuAro, der DuAro2, in Europa eingeführt. Bei der Serie handelt es sich um kollaborative Roboter, die erstmals im Juni 2015 von Kawasaki Heavy Industries und Kawasaki Robotics vorgestellt wurden. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die um rund 40 Prozent verringerten
Dimensionen der Basis, die Möglichkeit, Roboterarme und Basis zu trennen sowie eine Extraachse, die dem Roboter größeren Hub verleiht.

 (Bild: Kawasaki Robotics GmbH)

(Bild: Kawasaki Robotics GmbH)

Während sich das DuAro1-Modell der Roboterserie von Kawasaki auf horizontale Bewegungen spezialisiert hat, will der DuAro2 dessen Fähigkeiten verbessern, indem er den vertikalen Hub der Arme von 15 auf 55cm erweitert und die maximale Nutzlast jedes Arms von 2 auf 3kg erhöht, sodass das neue Modell mit beiden Armen bis 6kg heben kann.

Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit

Der DuAro1 wurde unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit und Benutzerfreundlichkeit entwickelt und ist seit seiner Markteinführung 2015 an Standorten im Einsatz, an denen Roboter benötigt werden, um Aufgaben wie z.B. das Drehen von Schrauben auf Leiterplatten zu erledigen. Nach der Markteinführung des DuAro1 erkannte Shogo Hasegawa, General Manager des FA Solution Second Department der Division Robot Business und bekannt als der Vater des DuAro, dass es in japanischen Produktionsstätten noch weitere Prozesse gab, die eine starke Nachfrage nach Automatisierung hatten. Ein solcher Prozess ist z.B. das Verpacken in Kartons. „In den meisten Produktionslinien, die kleine elektronische Geräte herstellen, werden die Produkte vor dem Versand in Kartons verpackt. Diese Aufgabe wird in der Regel vom Menschen übernommen. Die vertikale Reichweite der Arme des DuAro1 beträgt 15cm, während die Tiefe der üblichen Kartons etwa 40 bis 50cm beträgt. Die Arme konnten daher nicht bis nach unten reichen. Es war also nötig, die Arme vertikal auszudehnen, um den Bewegungsumfang zu vergrößern. Eine Armlänge von über 50cm würde allerdings den Betrieb beeinträchtigen.“, erläutert Hasegawa. Für den DuAro2 wurde daher der vertikale Bewegungsmechanismus der Arme zu einem Gestänge umgebaut, wodurch sich diese mithilfe einer zusätzlichen Achse ähnlich wie menschliche Arme falten können. Diese Änderung ermöglichte es, den vertikalen Hub zu verlängern und gleichzeitig den gesamten Bewegungsumfang kompakt zu halten. „Mit der jetzt auf 55cm erweiterten vertikalen Reichweite ermöglicht der DuAro2 das automatisierte Kartonverpacken auch auf unebenem Untergrund“, so Hasegawa.

Erweiterungen des neuen Modells

Durch die erweiterte vertikale Reichweite kann der Roboter nun Aufgaben bewältigen, die eine Aufwärtsbewegung und eine größere Reichweite erfordern. Für die Bildverarbeitung der Vision-Funktion, die Arbeitsobjekte mithilfe einer Kamera identifiziert, war bisher ein eigener Computer erforderlich. Der neue F-Controller kann jedoch die Bildverarbeitung allein übernehmen; er benötigt lediglich eine Kamera und entsprechende Software. Ein Merkmal des ersten Modells ist die Integration des Controllers in die Arme. Um das Fabriklayout flexibler zu gestalten, haben Anwender jetzt die Möglichkeit, eine Lösung mit abnehmbarem Arm zu wählen, bei der die Arme und die Steuerung getrennt werden können.

Mehr Hub, größere Nutzlast
Bild: Kawasaki Robotics GmbH


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