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Autonome Logistiksysteme und automatisierte Desinfektion per UV-Licht

Hygienevorteil durch Automation

Um Menschen keiner unnötigen Gefahr durch das Virus auszusetzen und das Infektionsrisiko innerhalb der Firma zu reduzieren, ist der Einsatz von Automation und Robotik sinnvoll. Vor allem lohnt es sich, nicht-wertschöpfende, sich wiederholende Tätigkeiten wie den innerbetrieblichen Transport von Waren und Gütern zu automatisieren, die durch ein fahrerloses Transportsystem (FTS) bzw. Transportroboter erledigt werden können. In vielen Industriezweigen wie der Lebensmittelindustrie, aber auch in der chemischen Industrie und Pharmaindustrie ist Hygiene nicht erst seit der SARS-CoV-2-Pandemie von Bedeutung. Um das Zusammentreffen vor allem systemrelevanter Mitarbeiter zu reduzieren, wird die Arbeit hier in Schichten, Arbeitsgruppen oder im Homeoffice organisiert.

Der autonome Desinfektionsroboter ZenZoe von Asti InSystems reinigt Oberflächen durch ultraviolettes Licht. (Bild: InSystems Automation GmbH)

Beim Schweizer Technologieunternehmen Dyconex erfolgt der autonome Materialfluss über drei Stockwerke. Dabei navigieren die eingesetzten Transportroboter durch verschiedene Sauberkeitszonen. Im thüringischen Großlöbichau im Werk von Vacom haben die Transportroboter sogar eigene Namen von den Mitarbeitern bekommen. Hier ist die Integration besonders geglückt. Fritzchen, Robo, Jürgen, Sam und James heißen die neuen Kollegen, die auf einer 112m langen und 35m breiten Fabrikumgebung den Transport übernehmen.

Integration eines Transportroboters

Eine Risikoquelle bleibt allerdings bestehen: es ist üblich, dass von einer Abteilung zu einer anderen Abteilung Materialtransporte notwendig sind, wenn z.B. Bauteile zur weiteren Bearbeitung an Kommissionier-Arbeitsplätze oder Brotwaren von der Produktion ins Lager gebracht werden müssen. Statt hier nun Mitarbeiter einzusetzen, die sich um den Transport kümmern, ist eine Automatisierung des Transportweges ein nicht zu unterschätzender Hygienevorteil. Durch die Integration eines Transportroboters kann der Materialfluss zwischen den Abteilungen ungestört ablaufen, ohne dass ein Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz für Transportaufgaben verlassen muss. Die Gefahr, dass sich Mitarbeiter im Team anstecken, wegen Quarantäne Abteilungen geschlossen werden oder die Produktion sogar zum Stillstand kommen muss, lässt sich hierdurch zwar nicht vollständig ausschließen, dennoch lässt sich das Risiko zumindest eingrenzen.

Mehr Hygiene durch Desinfektionsroboter

Neben dem Einsatz von Transportrobotern gibt es noch einen anderen Weg, die Hygiene in der Produktion zu verbessern und Flächen zuverlässig keimfrei zu halten. Mit Desinfektionsrobotern lassen sich Viren wie das Coronavirus wirksam in der Luft sowie auf Oberflächen und Gegenständen abtöten. Zusammen mit dem spanischen Maschinenbauer Asti Mobile Robotics, mit dem InSystems Automation 2019 fusionierte, sowie Boos Technical Lithing wurde eine solche Lösung Anfang dieses Jahres entwickelt. ZenZoe verfügt über eine spezielle Lichtsäule, die ultraviolettes Licht (UV-C-Licht) ausstrahlt. Die UV-C-Lampe ist auf der Hubvorrichtung des autonom navigierenden Transportroboters angebracht und kann damit für eine bestmögliche Behandlung jeweils in die passende Höhe verfahren werden. Durch die hohe konzentrierte Lichtintensität der UV-Lampe kann eine kontinuierliche Desinfektion von Keimen in einem einzigen Durchgang gewährleistet werden. Somit müssen Oberflächen und Gegenstände nicht mehrmals desinfiziert werden, wodurch sich die Desinfektionszeit eines Raumes stark reduziert. Durch die Anwendung einer cloudbasierten Software lässt sich zudem die Wirksamkeit in Echtzeit rückverfolgen und dokumentieren.

Autonome Logistiksysteme und automatisierte Desinfektion per UV-Licht
Bild: InSystems Automation GmbH


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