Anzeige

ROS-Version unter Windows 10 IoT Enterprise lauffähig

Integriertes Betriebssystem für Roboter

Roboter unterstützen den Menschen schon heute im Warenlager, in der Produktion oder im Kundenservice. Morgen werden sie Produktionsanlagen und Maschinen nicht nur überwachen, sondern auch selbstständig steuern und fernab der digitalen Fabrik z.B. in der Gesundheitsversorgung und Pflege helfen. Microsoft ist nun einen weiteren Schritt in Richtung kollaborative Roboter gegangen. Mit ROS für Windows können Unternehmen Robotikanwendungen entwickeln, die auf ROS basieren und auf Windows lauffähig sind. So lassen sich diese einfacher in die Unternehmens-IT integrieren.

ROS1 bietet Entwicklern Schnittstellen für die Integration von Robotern mit IT- und Operational-Technology-Infrastrukturen. (Bild: Microsoft GmbH)

ROS1 bietet Entwicklern Schnittstellen für die Integration von Robotern mit IT- und Operational-Technology-Infrastrukturen. (Bild: Microsoft GmbH)

Mit dem Software-Framework ROS1 für Windows 10 IoT Enterprise bedient Microsoft die Wünsche von Anwendern nach einem leistungsfähigen und funktionalen System für die Entwicklung und den sicheren Betrieb von immer komplexer werdenden Robotern in einer zunehmend vernetzten Infrastruktur. ROS1 bietet Entwicklern Schnittstellen für die Integration von Robotern mit IT- und Operational-Technology-Infrastrukturen – ohne auf bestehende und vertraute ROS-Bausteine verzichten zu müssen. Kunden, die ihre Geschäftsanwendungen bereits auf Windows 10 ausführen, haben nun die Möglichkeit, ihre Robotikanwendungen im selben System auszuführen. Roboter können dadurch einfacher in die Unternehmens-IT integriert werden.

Connecting the Nodes

Über ROS1 ist es einfach und sicher, unterschiedliche ROS-Funktionsmodule, die sogenannten Nodes, zu integrieren und zu orchestrieren – z.B. Kameras, Antriebssysteme, Sensoren für die Wahrnehmung der Umgebung, Steuerungstechnologien oder Schnittstellen zur Interaktion mit menschlichen Nutzern. Die Nodes von ROS1 für Windows 10 IoT Enterpise ermöglichen zudem die Integration mit Microsoft Azure: Entwickler können Roboter so z.B. für die zentrale Verwaltung und Steuerung mit Azure IoT Hub verbinden, mit Azure Machine Learning oder Azure Cognitive Servicesum künstliche Intelligenz anreichern und dabei auf bewährte Entwicklungstools wie Visual Studio setzen.

Anzeige

Die Inbetriebnahme eines Roboters an einer Werkzeugmaschine kann viel Zeit kosten, wenn die Anbindung jedes Mal „neu erfunden“ werden muss. Um hier wertvolle Zeit zu sparen, hat FANUC für Standardkonfigurationen das Paket QSSR geschnürt. ‣ weiterlesen

Mehr Rechenbedarf

ROS1 für Windows 10 IoT Enterprise nutzt die gewachsene Leistungsfähigkeit moderner Hardware aus, ist aber auch auf Windows 10 IoT Core und damit auf Rechnern mit kleineren Prozessoren lauffähig. Die Leistung wird unter anderem für Computer-Vision benötigt, also die Fähigkeit von Computern, Inhalte von Bildern und Videos zu erkennen. Denn das ist eine sehr rechenintensive Aufgabe, die leistungsfähige Hardware benötigt. ROS1 mit Windows Machine Learning kann das und stellt gleichzeitig standardisierte Schnittstellen zur Integration der GPU zur Verfügung, sodass die Bilderkennung mit nahezu jeder beliebigen Grafikkarte laufen kann. Auf der SPS IPC Drives 2018 war der Fahrroboter TurtleBot3 mit Kamera und Laserscanner zu sehen, der auf ROS1 setzt. Der Roboter kann Personen und Objekte erkennen und sich ihnen zuwenden. Solche Technologien können in der Logistik ebenso eingesetzt werden, wie z.B. als Guides in Läden, Museen oder öffentlichen Einrichtungen.

Integriertes Betriebssystem für Roboter
Bild: Microsoft GmbH


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Die Cobot-Generation e-Series ist Universal Robots Antwort auf einen immer vielschichtigeren Automatisierungsbedarf der Industrie. Die verbesserte Tool-Anbindung soll den Zeitaufwand bei der Implementierung von Greifern so gering wie möglich halten. Denn durch einen seriellen Anschluss am Werkzeugflansch entfällt die Kabelführung.‣ weiterlesen

Stefan Roßkopf, Geschäftsführer bei Teamtechnik, kann mit dem Geschäftsverlauf eigentlich sehr zufrieden sein. Doch er wirkt beim Thema E-Mobilität etwas angefasst, weil es nicht so recht vorangeht.‣ weiterlesen

Anzeige

Der Automatisierungsanbieter Weiss ist bislang vor allem mit Rundschalttischen und Handling-Lösungen auf dem Markt präsent. Jetzt will das Unternehmen auch in den Robotikmarkt einsteigen. Wie man sich dort positionieren will, erklärt Michael Fraede, CEO beim Tochterunternehmen Weiss.Cube, in ROBOTIK UND PRODUKTION.‣ weiterlesen

Anzeige

Mit seinen Vision-Sensoren ist SensoPart in vielen Roboteranwendungen vertreten. Pünktlich zum 25-jährigen Firmenbestehen hat sich ROBOTIK UND PRODUKTION mit CEO Theodor Wanner über die Entwicklung des Unternehmens und die steigenden Anforderungen aus dem Automatisierungs- und Robotikbereich unterhalten.‣ weiterlesen

Anzeige

Die automatisierten Messprozesse von Roboterzellen sind relativ langsam und bieten noch Potenzial zur Beschleunigung. Das lässt sich dadurch erreichen, dass auch die Bestückung automatisiert umgesetzt wird. Ein zusätzlicher Handling-Roboter erledigt dann den Transport der zu messenden Werkstücke vom Ladungsträger in die Haltevorrichtung im Messbereich.‣ weiterlesen

Anzeige

Dresspacks sind die Lebensadern vieler Fertigungsbereiche. Denn sie versorgen Roboter mit Energie und stellen die Datenverbindung zu Steuerung und Sensoren sicher. Doch im Produktionsalltag sind sie sehr hohen Belastungen ausgesetzt. Werden Beschädigungen oder Verschleiß der essentiellen Komponenten rechtzeitig erkannt, dann lassen sich ungeplante und kostspielige Stillstände einer Anlage vermeiden. Hierfür ist es nötig, die Kabel in den Dresspacks mit der nötigen Intelligenz auszustatten.‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige