Anzeige
Anzeige
Anzeige

Robotergestützte Haptikkontrolle

Cyber-physikalische Prüfsysteme zum Anfassen

Damit das 80.000 Euro teure Auto nicht wegen eines schwergängigen Drehstellers in die Werkstatt muss, verlangen seine Hersteller intensive Testszenarien. Prüfsysteme von Systec setzten die immer schärfer werdenden Anforderungen um. Herzstück in den flexiblen Zellen sind Roboter mit höchster Präzision.

Kasten (Bild: Mitsubishi Electric)

Kasten (Bild: Mitsubishi Electric)

Geht es um den Bandendetest von Bedien- und Kraftfahrzeug-Anzeigekomponenten, so finden sich vermehrt Prüfsysteme der Firma Systec im Einsatz. Der Systemanbieter von automatisierten Testsystemen mit Sitz in Nürnberg profitiert hier von den Anforderungen der deutschen Automobilbauer, die als Standard eine vollständige Prüfung von Knöpfen, Schaltern und Drehreglern festlegt. Der Hersteller dieser Prüfsysteme ist seit vielen Jahren Mitglied im Automation Network von Mitsubishi Electric. Somit sind bereits sehr viele der hochwertigen Bedienelemente in deutschen Oberklassefahrzeugen von einem Mitsubishi Electric-Roboter bedient wurden.

Kompaktes Prüfsystem

Das cyber-physikalische, produktflexible Testsystem Cyberflex für Labor und Fertigung besteht aus einem kompakten vier-Achs-Scara-Roboter von Mitsubishi Electric und einer Prüflingsaufnahme mit Dreh- und Schwenkeinheit, die zusammen einen virtuellen sechs-Achs-Roboter mit hoher Steifigkeit und Flexibilität bilden. Systec hat den Roboter mit einem selbstentwickelten Drehhaptik-Modul und einem Kamerasystem ausgestattet. Dieses bietet zahlreiche Prüfoptionen: Haptik, Bildverarbeitung, Lichttechnik, Akustik, Kraft-Momenten-Messung und Vibration. Unter Einsatz der Bussysteme CAN, LIN, Automotive Ethernet, Most und Flexray lassen sich unterschiedliche Anwendungen umsetzen. Das Stahlgestell bietet den Rahmen, um lichttechnische und haptische Prüfungen winkelabhängig durchführen zu können. In der hier abgebildeten Version prüft das System Drehsteller im Automobilbereich. Dreht der Lautstärkeknopf am Radio über den gesamten Drehwinkel mit der richtigen Kraft? Für solche Aufgaben ist Präzision am Greifer unerlässlich. Es muss sichergestellt sein, dass ein Fehler nicht am Prüfsystem, sondern am zu prüfenden Objekt liegt. Auf Roboter von Mitsubishi Electric setzt der Hersteller der Prüfsysteme aufgrund der weitreichenden Produktpalette des Automatisierers, der neben Robotern auch Steuerungs- und Antriebstechnik anbietet. Aktuell nutzt Systec den Roboter RH-6FH5520. „Er zeichnet sich durch extrem hohe Steifigkeit, hohe Wiederholgenauigkeit, Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit aus“, sagt Herbert Pichlik, technischer Leiter (CTO) bei Systec. Der Roboter wird über den skalierbaren Controller CR750 angesteuert. Durch die standardisierte Möglichkeit, zusätzliche Achsen anzusteuern und dem im System integrierten Servoverstärker MR-J4W2_22B sind die weiteren Achsen für Drehen und Schwenken des Prüflings ohne zusätzliche Software integrierbar. Ausgeführt werden die Bewegungen von den Servomotoren HF-KP13B und HF-KP13.

Cyber-physikalische Prüfsysteme zum Anfassen
Bild: Mitsubishi Electric


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Prozesse zu automatisieren ist auch im Bereich der Aluminiumbearbeitung der Weg in die Zukunft. IMA Schelling bietet für Betriebe, die Platten mit sehr hohen Gewichten zuschneiden, eine neue Kombination aus Säge und Roboter an.‣ weiterlesen

Anzeige

Bei komplexen Handling- und Produktionsabläufen sind Roboter flexibler einsetzbar als fest verbaute Mechatronikmodule. Durch moderne Vision-Systeme können sie Teile erkennen und zielsicher greifen. Ihr Einsatz bei der Fertigung von Medizintechnikprodukten nimmt daher ständig zu.‣ weiterlesen

Anzeige

Im Sechs-Sekunden-Takt montiert eine hoch automatisierte Anlage Reifendrucksensoren bei einem chinesischen Automobilzulieferer. Projektiert, konstruiert und hergestellt hat die komplexe Linie der österreichische Anlagenhersteller MMS Modular Molding Systems. Drei Scara-Roboter sowie eine aufwändige Qualitätssicherung sollen eine Null-Fehler-Montage ermöglichen.‣ weiterlesen

GKN Aerospace ist spezialisiert auf die Herstellung von Composite-Flugzeugteilen. Als sicherheitsrelevante Komponenten werden diese umfangreichen zerstörungsfreien Prüfungen unterzogen. Mit einer multimodalen Anlage konnte die Produktivität und Zuverlässigkeit der zerstörungsfreien Bauteileprüfung deutlich erhöht werden.‣ weiterlesen

Anzeige

Eine Plug&Play-Automatisierungslösung für die Wartung und Bestückung von CNC-Maschinen, in Verbindung mit einer industriellen Cloudlösung, kann Produktionsprozesse unterstützen. Besonders wichtig bei dieser Kombination ist es, die Anwendung möglichst unkompliziert im täglichen Betrieb umzusetzen.‣ weiterlesen

Anzeige

Die schnelle, gründliche Reinigung gesägter Teile und deren lagegerechte Ablage: Diese Arbeiten übernimmt bei der Firma Schwilk Automatendrehteile seit Neuestem ein Roboter. Der Hersteller von Automatendrehteilen hat sich im Zuge der weiteren Automatisierung für eine Roboterlösung von Meba entschieden.‣ weiterlesen