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MRK in der Roboterproduktion

Wenn Roboter Roboter bauen

In den Jahren 2013 und 2014 stiegen die weltweiten Vertriebszahlen für Roboter zur Montageautomatisierung um 10 Prozent auf 24.000 verkaufte Einheiten. Eine der Hauptursachen für diesen Anstieg liegt darin, dass kollaborierende Roboter es ermöglichen, immer mehr Aufgaben zu automatisieren, die sich bislang nur durch manuelle Arbeit lösen ließen. Hersteller können die Cobots nach einer erfolgreich durchgeführten Risikobeurteilung in ihre Produktion integrieren, wo sie als effektive Werkzeuge zum Einsatz kommen.

Der kollaborierende Roboterarm UR3 arbeitet nach einer erfolgreich abgeschlossenen Risikobeurteilung ohne oder nur mit geringer Schutzumhausung unmittelbar neben den Mitarbeitern. (Bild: Universal Robots A/S)

Bis zum Jahr 2015 war der Produktionsaufbau der dänischen Firma Universal Robots stark durch Handarbeit geprägt. Doch mit einer seit 2010 jährlichen Verdoppelung der Produktion wurde deutlich, dass diese Lösung nicht mehr länger haltbar ist. „Unser Ziel ist es, die Kosten unserer Produktion in den nächsten drei Jahren um 30 Prozent zu senken. Doch neben dem Preis sind auch wettbewerbsfähige Lieferzeiten ein wichtiger Parameter auf dem Markt. Obwohl wir bereits eine der branchenweit durchschnittlich kürzesten Fristen haben, konzentrieren wir uns weiterhin auf die Verbesserung unserer Produktion. Wir erleben einen explosionsartigen Anstieg in der Nachfrage nach unseren Produkten. Deshalb möchten wir zeigen, dass wir imstande sind, unsere Fertigung entsprechend zu skalieren“, sagt Troels Hornsved, Direktor Supply Chain bei Universal Robots.

Roboter bauen Roboter

Vier der UR3-Roboterarme leisten seit 2015 Präzisionsarbeit in der Montage von Universal Robots und schrauben die Gelenke für ihre Geschwister der Serien UR3, UR5 und UR10 zusammen. (Bild: Universal Robots A/S)

Insgesamt werden bei der Herstellung eines UR-Roboterarms rund 400 Schrauben verbaut. Allein für die Montage von nur einem der sechs Gelenke jedes Armes sind 28 Schrauben nötig. Besonders die manuellen Schraubprozesse bei der Gelenkmontage kosteten viel Arbeitszeit, weshalb das Unternehmen sich dazu entschied, sich wiederholende Aufgaben an seine eigenen Produkte abzugeben. 2015 fasste die Firmenleitung den Entschluss, eine schlankere Produktion mit identischen Fertigungslinien und getaktetem Betrieb zu implementieren. Heute arbeiten vier UR3-Roboter Seite an Seite mit den Mitarbeitern und montieren die Robotergelenke für die Roboter UR3, UR5 und UR10. „Unsere Roboter sind auch für uns als Hersteller nützlich, wenn es um sich ständig wiederholende Aufgaben geht“, sagt Kurt Hansen, Betriebsingenieur bei Universal Robots. Die Automatisierung der Schraubaufgaben spart nicht nur Zeit in der Produktion, sondern erlaubt auch eine gleichbleibende Qualität der Produkte, stärkt den Produktionsablauf und verbessert das Arbeitsumfeld. Somit sorgt die Mensch-Roboter-Kollaboration auch beim Roboterhersteller selbst für bessere Arbeitsbedingungen. So hatte sich die Installation der vier Montageroboter nach einem Jahr bereits amortisiert.

MRK in der Roboterproduktion
Der kollaborierende Roboterarm UR3 arbeitet nach einer erfolgreich abgeschlossenen Risikobeurteilung ohne oder nur mit geringer Schutzumhausung unmittelbar neben den Mitarbeitern. (Bild: Universal Robots A/S)


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