Anzeige
Anzeige

Konstruktionsroboter baut komplette Häuser

Richtfest nach drei Tagen

Mittlerweile lassen sich viele handwerkliche Tätigkeiten auch mithilfe von Robotern abbilden. Warum also nicht auch der Hausbau? Der Bauroboter Hadrian X baut selbstständig komplette Häuser und das viermal so schnell wie der Mensch.

 (Bild: Fastbrick Robotics Limited)

(Bild: Fastbrick Robotics Limited)

Das australische Unternehmen Fastbrick Robotics nahm heutige globale Probleme, wie die wachsende Weltbevölkerung und den Fachkräftemangel, zum Anlass, einen Konstruktionsroboter der besonderen Art zu entwerfen. Bei Hadrian X, benannt nach dem römischen Kaiser Hadrian, ein Pionier des Ingenieurwesens, handelt es sich um einen großen Roboterarm, der an der Fahrerkabine oberhalb eines herkömmlichen LKWs montiert wird. So lässt er sich leicht zu seinem jeweiligen Einsatzort transportieren. Es ist aber auch möglich, ihn auf anderen Fahrzeugen, wie Kräne, Boote oder Schienenfahrzeuge, zu installieren.

Unermüdlicher Hausbauroboter

Der Roboter ist in der Lage, ein komplettes Haus von 180m² Wohnfläche innerhalb von drei Tagen aufzubauen. Dabei kann er bis zu viermal schneller als menschliche Bauarbeiter bauen und legt insgesamt 1.000 Mauersteine pro Stunde, wenn nötig 24 Stunden am Tag. Mit der Dynamic Stabilisation Technology von Fastbrick Robotics misst Hadrian X die durch Wind, Vibration und Trägheit verursachte Abweichung und wirkt ihr in Echtzeit mit Hilfe von speziellen Algorithmen entgegen. So behält er während des Hausbaus seine Präzision gleichbleibend bei.

Das System hinter dem Roboter

Das Steuerungssystem des Roboters erstellt zuvor mithilfe von CAD ein 3D-Modell des Gebäudeentwurfs, aus dem sich die Materialliste berechnen lässt. Das System verwendet zum Hausbau speziell für den Einsatz am Roboter entwickelte Bausteine. Sie sind ca. zwölfmal größer und wesentlich leichter als herkömmliche Hausziegel. Die Blöcke werden mit einem Spezialkleber verklebt, der in nur 45 Minuten haftet. So verlieren Bauherren keine Zeit mehr damit, darauf zu warten, dass der Mörtel ihres Hauses trocknet. Außerdem sorgt der Spezialkleber für bessere thermische und akustische Eigenschaften als herkömmlicher Mörtel. Ein Haus lässt sich mit dem von Fastbrick Robotics entwickelten System inklusive Bauroboter laut eigenen Angaben um etwa 70 Prozent effizienter aufbauen als von Menschenhand. (fiz)

Konstruktionsroboter baut komplette Häuser
Bild: Fastbrick Robotics Limited


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Was 1945 als Einmannbetrieb begann, ist heute ein internationaler Anbieter von Schweißtechnik: Das oberösterreichische Unternehmen Fronius feierte am 20. Juni 75-jähriges Bestehen. Mit der Gründung einer Fach-Reparaturwerkstätte für Radio- und Elektrotechnik startete Günter Fronius die Geschichte des Unternehmens, die aktuell in dritter Generation weitererzählt wird. ‣ weiterlesen

Anzeige

René Halw ist in den Vorstand von Leantechnik berufen worden. Dort ist Halw hauptverantwortlich für die Bereiche Finanzen und Operations, zweites Vorstandsmitglied ist Reinhard Janzen. ‣ weiterlesen

Anzeige

Nicola Magrone ist neuer Vertriebsvorstand bei Wiferion. Zu seinen Aufgaben als CSO gehören die strategische Weiterentwicklung der Geschäftsfelder rund um die Wireless-Charging-Technik von Wiferion sowie der Ausbau der in- und ausländischen Vertriebsaktivitäten. ‣ weiterlesen

Neue Technologien wie künstliche Intelligenz, Big Data und 5G treiben die Förderprogramme in Asien, Europa und Amerika an. Was genau sind die Ziele der offiziellen Forschungsförderprogramme und was lässt sich daraus ableiten? Dies wurde von der International Federation of Robotics zusammengestellt und in dem neuen Kompendium World Robotics R&D Programs veröffentlicht. ‣ weiterlesen

Yamaha hat Routeco zum Vertriebspartner für Industrierobotik in Großbritannien ernannt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Milton Keynes, aber ein Netz lokaler Büros im ganzen Land. ‣ weiterlesen

E&K Automation unterstützt den Umzug und Umbau der neuen Dependance der Commerzbibliothek der Hamburg School of Business Administration mit einer großzügigen Spende und wird Namensgeber der Bibliothek. ‣ weiterlesen

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige