Anzeige

Sicherheitslösung für einen mobil einsetzbaren Schwerlastroboter

Das Schwere leicht gemacht

Mensch und Roboter rücken in der modernen Produktion noch enger zusammen. Schutzzäune verschwinden und ortsflexible Roboter werden benötigt, um flexible, aber gleichzeitig sichere Automatisierungslösungen im Zeitalter von Industrie 4.0 zu realisieren. Eine neue zaunlose Lösung ermöglicht es nun, auch große Industrieroboter mobil einzusetzen.

Sofort einsatzbereit: Mit einem Flurförderzeug wird der mobile Roboter von OpiFlex in einer Produktion zur passenden Arbeitsstation gefahren, dort fest an einer vorher installierten Plattform angedockt und eingesteckt. (Bild: Sick AG)

Sofort einsatzbereit: Mit einem Flurförderzeug wird der mobile Roboter von OpiFlex in einer Produktion zur passenden Arbeitsstation gefahren, dort fest an einer vorher installierten Plattform angedockt und eingesteckt. (Bild: Sick AG)

Gerade kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) wollen kleine Serien automatisiert produzieren, was bisher mit fest installierten und damit weniger flexiblen Roboterzellen schwierig war. Aufgrund der mobilen Roboterzellen ohne Schutzzaun von OpiFlex und der einfachen Roboterprogrammierung wird diese Art der Automatisierung nun möglich. Mit einem Gabelstapler, Hubwagen oder fahrerlosen Transportfahrzeug wird der mobile Roboter von OpiFlex in einer Produktion zur passenden Arbeitsstation gefahren, dort fest an einer vorher installierten Plattform angedockt, eingesteckt und ist sofort einsatzbereit. „Das ermöglicht es uns, große Roboter zu bewegen und bei voller Geschwindigkeit laufen zu lassen“, sagt OpiFlex-Geschäftsführer Johan Frisk.

Roboterprogrammierung in zehn Minuten: Der Bediener muss lediglich einige Fragen beantworten und dem Roboter ein paar einfache Bewegungen einlernen. (Bild: Sick AG)

Roboterprogrammierung in zehn Minuten: Der Bediener muss lediglich einige Fragen beantworten und dem Roboter ein paar einfache Bewegungen einlernen. (Bild: Sick AG)

Absicherung des Roboters

Im Einsatz sind dabei zwei Sicherheits-Laserscanner S300 Mini Remote von Sick, die fest auf der mobilen Roboterzelle verbaut sind und an den jeweiligen Einsatzorten Personen im Umfeld der Station erkennen. Nähert sich eine Person dem Roboter, schickt der Sicherheits-Laserscanner ein Signal an die Sicherheitssteuerung Flexi Soft und der Roboter reduziert zunächst seine Geschwindigkeit. Erst wenn die Person in die Sicherheitszone tritt, stoppt der Roboter komplett. Dadurch steigt die Produktivität, da der Roboter nicht immer komplett angehalten werden muss. Die Sicherheitssteuerung sichert außerdem den Robotergreifer ab und hält den Roboter an, sobald der Roboter Teile verlieren könnte und damit seine Umgebung gefährden würde. Des Weiteren prüft die Sicherheitslösung, ob die ortsflexible Roboterzelle fest in der jeweiligen Andockstation verankert ist, wenn der Roboter an eine andere Position gefahren wird. Roboter und Andockstation sind damit ideal aufeinander abgestimmt. „Das Innovative an unserer Lösung ist, dass sie sehr einfach zu integrieren ist. Es ist alles da. Man nimmt den Roboter, platziert ihn an der richtigen Stelle und alles ist sofort abgesichert“, sagt Ake Tornros, Product Manager Safety Systems von Sick in Varby, Schweden.

Safety Services – Beratung von Anfang an

Am Anfang begegnete Frisk und seinem Team vor allem Skepsis. „Wir hatten diese Idee, eine mobile Lösung ohne Schutzzaun für einen großen Roboter zu entwickeln, und zuerst haben uns die Leute gesagt: ,Das ist nicht möglich. Ihr werdet die Sicherheitsvorschriften damit nicht erfüllen'“, beschreibt Frisk die anfänglichen Herausforderungen. Doch die Tüftler wollten so schnell nicht aufgeben und nahmen Kontakt zu Sick auf – und erarbeiteten schließlich gemeinsam das passende Konzept. „Sick hat uns in einigen Workshops geholfen, mögliche Risiken zu identifizieren“, sagt Frisk. Teil der Unterstützung waren unter anderem die Risikobeurteilung, umfassende Beratung sowie Unterstützung für ein Sicherheitskonzept für die mobile Roboterzelle, sodass am Ende die passende Implementierung umgesetzt wurde. „Es war für uns ein sehr spannendes Projekt. Von der anfänglichen Risikobeurteilung bis zum Hardware- und Softwarekonzept haben wir den Kunden während des gesamten Prozesses unterstützt und begleitet“, sagt Tornros.

Sicherheitslösung für einen mobil einsetzbaren Schwerlastroboter
Bild: Sick AG


Empfehlungen der Redaktion

Das könnte Sie auch interessieren

Low-Cost-Automatisierung unterhalb der etablierten Automatisierer für nur wenige tausend Euro – das ist ein Wunsch vieler Anwender. Aber die Realisierung fällt oftmals schwer: Was passt zusammen? Wie gut ist die Lösung? Wer kann mich unterstützen? Auf der Hannover Messe 2019 präsentiert der Motion-Plastics-Spezialist Igus das Modell der neuen digitalen Online-Plattform rbtx.com.

Anzeige

Mit dem Diagnosegerät SafeVu von Automationware kann der Anwender die Bewegung einer linearen Struktur (Axis) steuern, in der ein kollaborativer Roboter montiert werden kann. Die Diagnose basiert auf einem Lidarradar, das auf einen Achswagen (ML 120 Pro) montiert ist und den Arbeitsbereich der Komponenten kontinuierlich analysiert, indem ein statisches Profil im Speicher (Arbeitsbereich) erstellt und mit der dynamischen Situation im Betrieb verglichen wird.

Anzeige

Eine kostengünstige Automatisierung mit Motion Plastics schaffen, das ist das Ziel von Igus. Auf der Hannover Messe 2019 stellt das Kölner Unternehmen den Robolink-DC-Gelenkarmroboter der neuesten Generation vor. Die kompakten leichten Gelenkarme setzen auf die Eigenschaften der Motion Plastics des Unternehmens: Leicht, schmier- und wartungsfrei, langlebig und kostengünstig in der Produktion.

Der modulare Aufbau und die Möglichkeit der Erweiterung durch Zusatzfunktionen bieten kurze Montage- und Inbetriebnahmezeiten und machen das mobile Robotersystem von KPI flexibel einsetzbar. Das Be- und Entladen erfolgt bei laufendem Prozess. Das System kann von der Montage, Fertigung und Logistik bis zur Qualitätssicherung und in Industriezweigen wie Automobil- oder Pharmaindustrie zum Einsatz kommen. 

Die Robotik- und Automatisierungstechnik ist nicht nur in Deutschland, sondern auch an den Hochschulen in Indien ein wichtiges Thema. Um die Forschung in den Bereichen voranzutreiben, arbeiten die Regierungen beider Länder intensiv zusammen.

Schnaithmann Maschinenbau ist seit Anfang des Jahres Mitglied in der Fachabteilung Integrated Assembly Solutions des VDMA-Fachverbandes Robotik und Automation.

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige