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Blechbiegen: Roboterrevolution

Eine litauisch-dänische Partnerschaft hat die weltweit erste standardisierte Roboterzelle namens RoboBend für das Biegen von Blechen entwickelt. Hilft dies auch zur Überwindung des Fachkräftemangels in der Blechindustrie?

 (Bild: Enterprise Lithuania)

(Bild: RoboBend)

Eine litauisch-dänische Partnerschaft hat die weltweit erste standardisierte Roboterzelle namens RoboBend für das Biegen von Blechen entwickelt – eine Innovation, die der Fertigung mehr Flexibilität verleiht und der Schlüssel zur Überwindung des Fachkräftemangels in der Blechindustrie in Europa sein kann.

Gebogene Blechteile werden überall benötigt – doch die derzeitigen Fertigungsverfahren sind mit teuren Einzweckmaschinen ausgestattet, die sich nicht an wechselnde Anforderungen anpassen lassen. Der Vorteil des RoboBend ist, dass er so programmiert werden kann, dass er eine breite Palette von Produkten herstellen kann. Der Roboter kann in bestehende Produktionslinien eingebaut werden und ist mit allen vorhandenen Abkantpressen kompatibel. Die Biegezeit hängt von der Schwierigkeit des herzustellenden Teils ab und reicht von einer Minute für einfache Teile bis zu 2-3 Minuten für anspruchsvollere Teile.

Bild: RoboBend

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Thomas Ronlev, CEO und Mitbegründer von RoboBend ApS und Roboter-F&E-Spezialist Factobotics. „2020 haben wir den ersten RoboBend für das Unternehmen Tool Denmark A/S installiert. Seitdem haben wir Aufträge aus der Automobil- und Bauindustrie, dem Lebensmittelsektor und anderen Branchen erhalten.“ Ab 2022 zielt das Unternehmen auf Kunden in ganz Nordeuropa ab.

Mit 150.000 bis 200.000 Abkantpressen, die derzeit in Deutschland in Betrieb sind, ist das Land ein riesiger Markt für RoboBend: „Deutsche Unternehmen setzen auf die Robotisierung, um ihre führende Position zu halten, denn es wird immer schwieriger, qualifizierte Mitarbeiter zu finden.“ Das Portal Skills Panorama der Europäischen Kommission prognostiziert 2,7 Millionen unbesetzte Stellen im Metallmaschinenbau in der EU bis 2030.

Justinas Katkus, Mitbegründer und Leiter des Produktdesigns bei Factobotics, weist darauf hin, dass die Automatisierung keine Bedrohung für Arbeitsplätze darstellt, sondern den Wert von Fachkräften erhöht: „Roboter tragen dazu bei, Arbeitsplätze zu erhalten, und nicht, sie abzubauen. Dank Robotern können die Fabriken die gleiche oder eine höhere Kapazität beibehalten.“

 (Bild: Enterprise Lithuania)

(Bild: RoboBend)

Die Zukunft der Robotik

Die Robotik hat in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht. Roboter der nächsten Generation wie RoboBend sind intelligenter und einfacher zu programmieren und zu bedienen, mit intuitiven, benutzerfreundlichen Schnittstellen. Sie können problemlos in bestehende Produktionsprozesse integriert werden, ohne dass die gesamte Produktionslinie neu geplant werden muss.

Außerdem erfordert die Robotisierung nicht mehr die gleichen hohen Anfangsinvestitionen – das immer beliebter werdende Geschäftsmodell „Robots as a Service“ (RaaS) ermöglicht es Unternehmen, Roboter zu leasen statt zu kaufen, was Roboter auch für kleinere Unternehmen mit geringen Stückzahlen zu einer attraktiven Option macht.

Bild: RoboBend

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